Wie oft Hund baden?

Viele Hunde lieben es, sich beim Spaziergang nach Herzenslust im Dreck zu wälzen. Für die Besitzerin ist es allerdings eher unerfreulich, wenn der Vierbeiner nach Misthaufen und toten Tieren riecht.

Einen Hund zu baden ist jedoch nicht immer so einfach und teilweise sogar umstritten. Dennoch ist gelegentliches Baden für Haushunde oft unvermeidbar.

Aber wie oft sollten Sie Ihren Hund baden und worauf sollten Sie dabei achten? Hier finden Sie alles, was Sie über die Körperhygiene unserer Vierbeiner wissen müssen.

Muss man Hunde baden?

Grundsätzlich müssen Hunde nicht gebadet werden. Das liegt daran, dass die Haut und das Fell eines Hundes mit einer natürlichen Fettschicht überzogen ist. Dadurch reinigt sich das Fell unserer Vierbeiner in der freien Wildbahn von selbst.

Im Alltag ist dies allerdings nicht immer hilfreich. Wenn Ihr Hund mit Ihnen in einer Wohnung lebt, kann unter Umständen nicht auf ein gelegentliches Bad verzichtet werden.

Ganz besonders ist das der Fall, wenn Ihr Hund sich beim Spaziergang in etwas Unappetitlichem gewälzt hat.

Auf Hunde wirkt der starke Geruch von toten Tieren, Tierkot und anderen Ausscheidungen wunderbar anziehend. Für die Raumluft ist der Gestank eher ungeeignet.

Je nach Rasse kann ein gelegentliches Bad bei manchen Hunden nötig sein, um das Fell zu pflegen. Auch Hunde mit Hauterkrankungen müssen unter Umständen regelmäßig gebadet werden.

Wie oft sollen Hunde gebadet werden?

Die Antwort zur Häufigkeit fällt überall gleich aus, egal wen Sie fragen:

Hunde sollten so selten wie möglich, aber so häufig wie nötig gebadet werden.

Diesen Tipp werden Sie in Büchern, Magazinen und Internet-Foren finden. Das bedeutet, dass Baden eigentlich kein notwendiger Schritt in der Körperhygiene eines Hunds ist.

Sie müssen Ihren Hund also nicht regelmäßig baden. Sollte er aber besonders dreckig sein oder unangenehme Gerüche ausstrahlen, ist ein Hundebad durchaus angebracht.

Hund im Sommer baden

Die beste Zeit, um einen Hund zu baden, ist übrigens in den Sommermonaten. In der warmen Luft kann das Hundefell ordentlich trocknen. Und vielleicht ist die Abkühlung dann sogar gewünscht.

Im Winter setzt die kalte, trockene Luft er Haut Ihres Hundes zu und kann Irritationen begünstigen. Baden Sie Ihren Hund in den kalten Monaten nur, wenn es absolut nötig ist.

Was passiert, wenn man einen Hund zu oft badet?

Wird ein Hund zu häufig gebadet, kann das Shampoo die natürliche Fettschicht seiner Haut auf Dauer austrocknen. Dadurch verliert Ihr Hund seinen natürlichen Schutzmechanismus. Das macht die Hundehaut anfälliger für Hautirritationen wie Schuppen, Infektionen und Pilze.

Außerdem kann selbst mildes Hundeshampoo die Augen und Schleimhäute irritieren. Produkte mit Duftstoffen sind für Hunde ungeeignet. Dazu zählt auch das in den USA beliebte Hundeparfum, das nach dem Baden aufgetragen wird.

Für Menschen mögen diese Düfte gut riechen. Die empfindlichen Nasen unserer Vierbeiner wird ein Hundeparfum eher irritieren.

Um übermäßiges Waschen zu vermeiden, empfehle ich, Ihren Hund regelmäßig zu bürsten. Eingetrockneter Matsch oder Dreck kann oft bereits durch Fellpflege entfernt werden. So lässt sich das eine oder andere überflüssige Bad vermeiden.

Wieso stinken manche Hunderassen mehr als andere?

Diese Beobachtung stimmt übrigens. Denn nicht jede Art von Hund hat einen gleich starken Körpergeruch.

Bei der Frage des Geruchs spielt die Rasse Ihres Vierbeiners eine große Rolle. Generell wird ein langes und dickes Fell schneller dreckig und ist schwieriger zu reinigen.

Bei Hunden mit kurzem Fell fällt der Dreck hingegen oft einfach ab oder kann mit Kämmen oder einer Bürste restlos entfernt werden. Deshalb sind Kurzhaarrassen wie der Whippet oder der Basenji grundsätzlich relativ geruchsneutral.

Und auch die Fettproduktion der Haut spielt beim Geruch eines Hundes eine Rolle. Manche Rassen mit längeren Haaren wie der Malteser oder der Bichon Frisé produzieren sehr wenig Fett und benötigen deshalb nur selten ein Bad.

Jagdhunde haben hingegen oft eine fettigere Haut und daher auch einen intensiveren Geruch. Dementsprechend werden sie von ihren Besitzerinnen meist öfter gebadet.

Tiere mit starkem Faltenwurf benötigen sogar tägliche Pflege, wie der Mops oder die Englische Bulldogge. In ihren Gesichtsfalten können sich Dreck, Essensreste und Bakterien ansammeln. Diese riechen nicht nur stark, sondern können sich sogar entzünden. Deshalb sollte die Schnauze regelmäßig gereinigt werden.

Wie oft darf man Welpen baden?

Für erwachsene Hunde kann ein gelegentliches Bad notwendig sein. Hingegen sollten Welpen so selten wie möglich gebadet werden. Bei manchen Hunde-Gurus liest man sogar, dass Welpen niemals gewaschen werden sollen.

In der Realität funktionieren diese Tipps allerdings nicht immer. Denn auch Welpen kommen mit Kot, Gülle, Dreck und Matsch in Kontakt. Und da hilft manchmal eben nur noch ein Bad.

Allerdings sollte das so selten wie möglich der Fall sein. Darauf können wir uns einigen. Denn die natürliche Fettschicht auf der Haut wird im Welpenalter erst als Schutzfilm aufgebaut.

Jeder Kontakt mit Seife und Shampoo könnte diese Schicht abwaschen. Dadurch verliert der Welpe seinen natürlichen Hautschutz. Und das kann wiederum Ausschläge und Hauterkrankungen zur Folge haben. Bei Babys gilt ja ebenfalls der Ratschlag auf keinen Fall die Käseschmiere abzuwaschen.

Wenn Sie Ihren Welpen baden müssen, dann sollten Sie unbedingt ein spezielles Welpenshampoo benutzen.

Kann ich meinen Hund mit normalem Shampoo waschen?

Die gleiche Empfehlung gilt, wenn Sie Ihren ausgewachsenen Hund baden. Auf jeden Fall sollten Sie dafür ein passendes Shampoo nehmen. Menschenshampoos sind für Hunde grundsätzlich tabu.

Auch milde Produkte sind auf den pH-Wert von Menschenhaut abgestimmt. Für Hunde sind solche Produkte nicht geeignet. Sie können im schlimmsten Fall zu Hautirritationen und Ausschlägen führen.

Selbst mildes Babyshampoo oder handelsübliches Spülmittel ist nicht empfehlenswert. Benutzen Sie stattdessen ein unparfümiertes Hundeshampoo. Solche Produkte können Sie im Internet, beim Tierarzt oder im Tierfachhandel kaufen.

Dort finden Sie auch Pflegespülungen und Fellkuren, die speziell auf die Bedürfnisse unsere Vierbeiner abgestimmt sind. Ich kann diese Produkte vor allem für Hunde mit langem Fell empfehlen. Denn sie erleichtern die Kämmbarkeit und verhindern Verfilzungen.

Hier finden Sie weitere Artikel mit ausführlichen Informationen:

Grundsätzlich sollten Pflegeprodukte für Hunde keine Duftstoffe enthalten, damit die Nase Ihres Vierbeiners nicht irritiert wird.

Fazit: Wie oft sollte man Hunde baden, waschen oder duschen?

Eigentlich benötigen unsere vierbeinigen Lieblinge keine Seife, um sauber zu werden. Denn Hunde besitzen einen natürlichen Fettfilm, der ihr Fell und ihre Haut schützt. Dadurch reinigt sich das Fell von Hunden sozusagen selbst.

Im Zusammenleben mit Menschen schützt dies aber nicht vor einem gelegentlichen Bad. Auch wenn Hunde nicht regelmäßig gebadet werden müssen, dürfen Sie Ihren Liebling natürlich ab und zu baden.

Wie oft Hund baden? Badetipps für saubere Hunde (Fellpflege)
Wie oft Hund baden? Badetipps für saubere Hunde (Fellpflege)

Wie häufig ein Bad nötig ist, liegt stark an der Rasse und Felllänge Ihres Hunds. Die Häufigkeit müssen Sie selbst festlegen. Benutzen Sie zum Baden am besten nicht parfümierte Hundeshampoos. Bei Tieren mit langem Fell können spezielle Pflegespülungen für Hunde die Fellpflege erleichtern.

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