Welche Wurst dürfen Hunde essen?

Hunde würden sich am liebsten von Würstchen ernähren. Das ist ein gängiges Klischee. Vielleicht ist Wurst deshalb noch immer ein fester Bestandteil in der Hundeerziehung.

Denn seit jeher ist Wurst eine beliebte Belohnung für Hunde. Dabei gibt es heute genug andere Varianten, die unseren Vierbeinern als Leckerchen schmecken. Aber darf Ihr Hund überhaupt Wurst essen? Und wenn ja, welche ist für ihn geeignet?

Welche Wurst als Leckerli für Hunde?

Nun könnten Sie meinen, dass Wurst für Ihren Hund als Fleischfresser ideal ist. Enthält sie doch jede Menge Fleisch. Doch ganz so einfach ist die Sache nicht.

Denn die vielen Gewürze, bedenkliche Zutaten und der hohe Salzgehalt machen Wurst für Ihren Hund nicht gut verträglich. Außerdem enthält Wurst sehr viel Fett.

Natürlich sind Rindfleisch, Wild, Pferd und Lamm Fleischsorten, die sich für Ihren Hund optimal eignen. Auch Geflügelfleisch passt perfekt auf den Speiseplan Ihres Hunds. Etwas anders sieht es allerdings bei Schweinefleisch aus.

Denn Schweinefleisch ist häufig ein Bestandteil der Wurst. Schweine sind jedoch Überträger des Aujeszky-Virus, das für Hunde immer tödlich ist. Daher ist rohe Wurst für ihren Vierbeiner nicht zu empfehlen. Nur ausreichendes Erhitzen tötet das Virus ab.

Deshalb sollten Hunde keine Wurst essen. Gesündere Alternativen sind Käse oder Putenfleisch. Darauf werden wir weiter unten noch einmal zu sprechen kommen.

Zutaten: Woraus werden Würste gemacht?

Je nach Region und Land bekommen Sie ganz unterschiedliche Sorten von Würsten. Das Angebot reicht von Schnittwurst über Brühwurst bis hin zu Grillwurst und Rohwurst.

Alleine in Deutschland gibt es mehr als 1.500 unterschiedliche Sorten. Denken Sie nur an Bratwurst, Wiener Würstchen, Fleischwurst, Salami und Leberwurst, die alle zu den beliebtesten Würsten gehören.

Grundsätzlich unterscheiden Metzger drei Arten von Würsten:

  • Rohwürste
  • Brühwürste
  • Kochwürste

Doch sehen wir uns zuerst an, woraus diese Wurstsorten bestehen. Generell wird Wurst aus Muskelfleisch hergestellt. Hierzu dient Fleisch vom Schwein, Rind, Geflügel, Kalb, Pferd, Wild oder Lamm. Das Fleisch wird mit Speck vermengt und im Fleischwolf zerkleinert. Das so zerkleinerte Fleisch zur Füllung von Wurst nennt man Brät.

Das Brät wird nun gewürzt und in Därme, Mägen oder künstliche Häute gefüllt. Je nach Wurstart wird das Produkt noch gebrüht, geräuchert, gekocht oder getrocknet.

Salami ist Rohwurst mit Schweinefleisch

Rohwurst mit Schweinefleisch kann für Ihren Hund unter Umständen sehr gefährlich werden. Und nicht immer weiß man ganz genau, welche Fleischsorten in Salami enthalten sind.

Rohe Schweinswurst kann bei Hunden zu tollwutähnlichen Symptomen führen. Denn Schweinefleisch kann das Aujeszky-Virus tragen. Die unter Pseudowut bekannte Erkrankung ist immer tödlich für Ihren Hund.

Die Aujeszkysche Krankheit kommt auf der ganzen Welt vor und ist eine Herpesvirusinfektion von Säugetieren. Der Hauptwirt ist dabei das Schwein. Einige Länder in Europa gelten mittlerweile als Aujeszky-frei.

Allerdings können Sie sich nie ganz sicher sein. Denn es kommt immer wieder vereinzelt zu Erkrankungen. Und so kann das Fressen von rohem Schweinefleisch bei Hunden zur gleichnamigen Krankheit führen.

Ein infizierter Hund zeigt akute Symptome, die der Tollwut sehr ähnlich sind. Daher stammt der Name Pseudowut. Die Aujeszkysche Krankheit ist anzeigepflichtig.

Das Wesen des Tiers verändert sich. Ihr Hund wird aggressiv. Es kann zu Erbrechen, Durchfall und starkem Speicheln kommen. Typisch ist ein starker Juckreiz an Ohren und Nase.

Nur erhitzte Lebensmittel sind unbedenklich

Anders sieht die Situation bei gekochten oder gebrühten Würsten aus. Das Aujeszky Virus wird durch entsprechendes Erhitzen abgetötet. Aus diesem Grund kommt in der Hundefutterindustrie gelegentlich sogar Schweinefleisch zum Einsatz. Wenn auch eher selten.

Doch auch Würste mit Rind- oder Wildfleisch sind für Ihren Hund nur sehr bedingt geeignet. Grund dafür ist der oft enthaltene Speck. Dieser stammt ebenfalls vom Schwein.

Wurst enthält Gewürze, viel Fett und Salz

Zum enthaltenen Fleisch kommen die Gewürze und Zutaten wie Zwiebeln. Wurst ist meist sehr stark gewürzt, geräuchert oder gepökelt. Das ist für Hunde absolut nicht gesund.

Zudem enthält Wurst häufig Fleischreste mit sehr viel Fettanteil. Fett ist in geringen Maßen sicherlich gesund. Bei dem in Würsten verwendeten Fett handelt es sich jedoch nicht um gesundes Fett. Es enthält keine ungesättigten Fettsäuren. Somit ist es eher schädlich für Ihr Tier.

Gegen Salami spricht außerdem der hohe Salzgehalt. Das deutet das italienische Wort salame an, was so viel wie Salzwurst bedeutet. Allgemein wird bei Wurst häufig Nitritpökelsalz verwendet.

Weitere Informationen über die verwendeten Zutaten finden sie in folgenden Artikeln:

Kann ich meinem Hund Wurst geben?

Wie Sie sehen, ist Wurst kein gesundes Lebensmittel für Ihren Liebling. Verzichten Sie unbedingt auf Rohwurst sowie auf Wurst mit Schweinefleisch und stark gewürzte Produkte.

Falls es dennoch ein Stückchen Wurst als Belohnung sein soll, greifen Sie besser zu gebrühter Geflügelwurst. Noch besser wäre ein Stück Putenschinken. Er ist mager, nicht stark gewürzt und enthält meist nur Pute.

Welche Wurst dürfen Hunde essen?
Welche Wurst dürfen Hunde essen?

Deutlich besser als Wurst ist Käse als Belohnung. Dieser ist für Ihren Hund gut verträglich. Und die meisten Vierbeiner lieben ihn sehr. Wenn Ihnen Ihr Tier am Herzen liegt, liegen Sie mit Käse sicher richtig. Oder Sie gönnen Ihrem Liebling selbst gemachte Hundekekse. Außerdem gäbe es noch spezielle Hundewurst im Fachhandel. Darüber schreiben wir in Zukunft mehr.

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