Warzen beim Hund

Wie aus dem Nichts hat Ihr Hund plötzlich einen Knubbel. So eine Wucherung bemerken Sie meist beim Streicheln auf oder unter der Haut. Dort wo gestern noch gar nichts war, ist plötzlich ein Knoten beim Hund.

Der Schreck ist bei Ihnen vielleicht groß. Denn Knubbel oder Knoten bei Ihrem Hund können auf Lipome und Krebsgeschwüre wie Tumore hindeuten. Doch in den meisten Fällen gibt es keinerlei Grund zur Sorge. Es kann sich auch einfach um Warzen handeln.

Was sind Warzen?

Ebenso wie Sie als Mensch können Hunde an Warzen leiden. Diese Papillome kommen bei unseren Vierbeinern sogar sehr häufig vor. Es handelt sich dabei um gutartige Hauttumore, die sehr schnell wachsen. In den meisten Fällen entstehen sie in den oberen Hautschichten.

Warzen bilden sich durch Papillomaviren. Daher können sie ansteckend sein. Allerdings kann Ihr Hund das Virus nicht auf den Menschen oder andere Tierarten übertragen. Er kann es nur an einen anderen Hund weitergeben.

Junge Hunde sind bis zu einem Alter von rund zwei Jahren besonders empfänglich für eine Infektion. Bei ihnen ist das Immunsystem noch nicht völlig ausgebildet. Deshalb sind junge Tiere deutlich anfälliger für einen Warzenbefall durch das Canine Papillomavirus.

Bei Jungtieren bilden sich die Warzen häufig an den Schleimhäuten im Gesicht. Besonders oft finden Sie Warzen im Maulbereich Ihres Hunds. Ebenso an seinen Augenlidern und Ohren.

Warze am Augenlid durch Papillomavirus beim Hund
Warze am Augenlid durch Papillomavirus beim Hund

Wie entstehen Warzen beim Hund?

Die Viren dringen in die Haut Ihres Tiers ein. Das passiert über kleinste Verletzungen der Haut. Diese sind mit bloßem Auge meist überhaupt nicht zu erkennen. Besteht eine größere Wunde, kann sich das Gewebe deutlich schneller infizieren.

Das Papilloma Virus regt die Zellteilung an. Und an dieser Stelle beginnen die Hautzellen schneller zu wachsen. Rund vier bis acht Wochen nach einer Infektion bilden sich kleine Knötchen unter der Haut Ihres Lieblings.

Wie sehen Warzen bei Hunden aus?

Diese Knoten wachsen. Dabei bilden sie das typische Erscheinungsbild der Warze aus. Warzen können glatt, fransig, zapfenartig oder blumenkohlartig aussehen.

Die Farbe der Warzen variiert von Dunkelgrau bis Schwarz. Die Größe kann zudem sehr unterschiedlich sein. Sie können mehrere Zentimeter groß werden. Warzen lassen sich leicht verschieben. Sie können flach auf der Haut liegen oder stielförmig sein.

Betroffen sind Haut und Schleimhäute Ihres Hunds. Bei einer Anhäufung von Warzen spricht Ihre Tierärztin von einer Papillomatose (Canine Papillomatose).

Bei Hunden gibt es zudem invertierte Papillome. Häufig kommen sie beim Zwergschnauzer und beim Mops vor. Sie werden rund ein bis zwei Zentimeter groß. Dabei betreffen sie Hunde jeder Altersgruppe. Die Warzen finden sich meist auf dem Bauch oder der Innenseite der Oberschenkel.

Weitere Symptome von Warzen

Neben der klassischen Wucherung können weitere Symptome auf Warzen bei Ihrem Vierbeiner hindeuten. So kann eine Warze im Maulbereich Schmerzen beim Hund verursachen. Ihr Hund will dann nicht fressen. Warzen auf den Pfoten können dazu führen, dass Ihr Hund lahmt.

Dazu kann sich die Haut an oder um die Warze verletzen. Sie beginnt dann zu bluten. Das ist für Ihren Hund unangenehm. Es kann ihm Schmerzen bereiten.

Derartige Verletzungen können sich entzünden. Es kommt hierbei oft zu Sekundärinfektionen. Durch diese Sekundärinfektionen breiten sich die Warzen beim Hund leichter aus.

Tierarzt untersucht Papilloma am Hundeohr
Tierarzt untersucht Papilloma am Hundeohr

Warze beim Hund wird immer größer

Wenn Sie bei Ihrem Hund eine Wucherung auf der Haut bemerken, sollten Sie in jedem Fall Ihre Tierärztin aufsuchen. Für uns Laien ist es oft nicht erkennbar, ob es sich um eine gutartige Warze, ein Lipom oder einen bösartigen Tumor handelt.

Die Tierärztin nimmt mit einer Spritze eine Gewebeprobe oder Flüssigkeit aus der Wucherung. Im Labor wird die Probe unter einem Mikroskop untersucht. In manchen Fällen ist eine Biopsie notwendig, um eine Diagnose für Ihren Vierbeiner stellen zu können.

Was kostet eine Warzenentfernung beim Hund?

Stellt Ihre Tierärztin die Diagnose Warze, ist dies eine gute Nachricht. Denn Warzen sind ungefährlich. Sie verschwinden zumeist ganz von selbst wieder.

Die Tierärztin muss Warzen nur dann entfernen, wenn sie an besonders unangenehmen Stellen sitzen. Oder wenn sie das Tier stören. Das ist etwa bei Warzen am Augenlid oder an den Pfoten der Fall.

Wie die Tierärztin die Warze entfernt und ob eine Narkose notwendig ist, kommt auf Ihren Hund, die Warze und die Position an. Medikamentöse Behandlungen mit Warzensalbe oder Tinktur wird bei Hunden meist nicht empfohlen. Einerseits sind die Mittel kaum wirksam. Und andererseits bedeutet die Behandlung eine hohen Aufwand.

Hausmittel: Was hilft am besten gegen Warzen?

Möchten Sie den Warzen bei Ihrem Hund dennoch mit Hausmitteln oder homöopathischen Mitteln zu Leibe rücken? Dann bietet sich Rizinusöl oder Thuja-Tinktur als Behandlungsmöglichkeiten an.

  • Rizinusöl können Sie mithilfe eines Wattestäbchens auf die Warze Ihres Lieblings auftragen. Nach rund einer Woche regelmäßiger Anwendung sollte die Warze verschwunden sein.
  • Thuja ist jedoch mit sehr viel Vorsicht anzuwenden. Dieses Mittel ist giftig für Ihren Hund. Sie dürfen es keinesfalls im Maul Ihrer Fellnase anwenden. Ihr Hund darf nicht an der betroffenen Stelle lecken. Thuja kann bei trächtigen Hündinnen zu Fehlgeburten führen. Deshalb ist die Anwendung äußerst bedenklich.

Alterswarzen bei Hunden

Eine etwas andere Variante von Warzen beim Hund sind die Alterswarzen. Sie treten bei älteren Hunden auf. Und sie können jede Hunderasse treffen. Häufig sind Alterswarzen jedoch beim Cocker Spaniel. Alterswarzen befallen meist das Gesicht, die Pfoten oder den Bereich der Geschlechtsorgane Ihres Hunds.

Warzen beim Hund: Entfernen lassen oder homöopathisch behandeln?
Warzen beim Hund: Entfernen lassen oder homöopathisch behandeln?

Gerade wenn Ihr Hund älter ist, sollte Ihre Tierärztin jede Wucherung unbedingt abklären. Die Optik kann hier sehr leicht täuschen. Besser ist es, wenn Sie mit Ihrem Tier einmal zu oft zum Tierarzt gehen als einmal zu wenig.

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