Wann ist ein Hund ausgewachsen?

Wohl jeder von uns kennt sie: Bilder oder Videos von Hunden, die im einen Moment noch tellergroße Welpen waren. Und im nächsten Moment können sie die Besitzerin gut und gerne unter sich begraben. 

Zwischen beiden Aufnahmen liegt häufig nicht mehr als ein Jahr. Das führt uns zu der Frage wie lange Hunde eigentlich wachsen? Und ab wann kann man von einem ausgewachsenen Vierbeiner sprechen?

Wachstumsphasen

In den ersten Tagen und Wochen nach der Geburt unterscheiden sich kleine und große Rassen nicht deutlich voneinander. Erst später beginnen die Wachstumskurven auseinander zu klaffen.

In den ersten beiden Wochen spricht man von der neonatalen Phase. Die Welpen sind taub und blind. Allerdings können sie schon ziemlich gut riechen.

Deshalb haben sie keine Probleme damit, die Zitzen ihrer Mutter zu finden. Den Großteil ihres Tages verbringen sie mit Trinken und Schlafen.

In der dritten Lebenswoche beginnt die sogenannte Übergangsphase. Der Welpe fängt an zu zahnen. Augen und Ohren öffnen sich und der Welpe beginnt seine Umgebung zu erkunden.

Darauf folgt die überaus wichtige Prägungsphase von Woche 4 bis 7. Die Erfahrungen, die der Welpe in diesen Wochen macht, bleiben ihm ein Leben lang erhalten, im Guten wie im Schlechten. Deshalb sollten Sie den Wurf in dieser Zeit nicht allein lassen.

Gleichzeitig müssen Sie den Kleinen die Freiheit geben, ihre Umgebung auf eigene Faust zu erkunden. Nur so erhalten Sie am Ende neugierige und offene Welpen, die angstfrei auf neue Reize zugehen können. In dieser Zeit lernen Hunde auch den Menschen als Freund wahrnehmen, und nicht als Bedrohung.

Mit der Trennung von der Mutter zwischen der achten und zwölften Lebenswoche des Welpen beginnt die Sozialisierungsphase. Jetzt muss der junge Hund seinen Platz im Rudel finden und die Regeln des Zusammenlebens erlernen.

Hatten die Welpen vorher noch Narrenfreiheit, so wird die Erziehung jetzt strenger. Das gilt sowohl durch den Menschen als auch die älteren Hunde.

Unterschiede bei Hunde Wachstumskurven

Und nun werden tatsächlich erste Unterschiede im Wachstum erkennbar.

  • Kleine Rassen wie Dackel oder Zwergpinscher lassen sich schon mit etwa neun Wochen problemlos von der Mutter trennen.
  • Dagegen sollten Sie bei mittelgroßen Rassen mindestens bis zur zehnten Woche warten.
  • Und bei großen bis sehr großen Rassen müssen Sie teilweise bis zur zwölften Lebenswoche warten, ehe Sie den Hund nach Hause holen dürfen.

Nach dieser sensiblen Sozialisierungsphase folgt die sogenannte weite Sozialisierung. Jetzt erhöht Ihr Hund Schritt für Schritt den Radius seiner Erkundungstouren.

Außerdem beginnt er im Sozialleben an erste Grenzen zu stoßen. Diese Erfahrungen sind nicht immer leicht zu verkraften.

Wie viel wächst ein Hund mit 6 Monaten noch?

Zugleich macht der Körper des Welpen extreme Entwicklungen durch. Im Alter von etwa drei bis sechs oder sieben Monaten liegt die Hauptwachstumsphase.

Während dieser Zeit können Welpe ihr Gewicht nicht selten verdoppeln oder gar verdreifachen kann. Das gilt unabhängig von der Hunderasse.

Deshalb ist jetzt vor allem die richtige Ernährung des Welpen wichtig. Bei großen Rassen kann zu viel Futter zu einem beschleunigten Wachstum führen. Wobei insbesondere die halt gebenden Strukturen wie Knochen und Bänder nicht hinterherkommen.

Weitere Schäden können die Folge sein, die erst im Alter deutlich werden. Deshalb sollten Sie die Ernährung des Welpen genau kontrollieren.

Vielleicht müssen Sie das Futter sogar abmessen. Stellen Sie in Absprache mit Ihrer Tierärztin oder der Züchterin sicher, dass der Welpe alle notwendigen Nährstoffe und Kalorien bekommt.

Wie macht sich die Pubertät beim Hund bemerkbar?

Parallel zu seinem Größenwachstum muss der Welpe seinen Platz in der Welt finden, wie auch in der Rangordnung des Rudels. Deshalb ist eine konstanten Erziehung wichtig, die ein harmonisches Zusammenleben ermöglicht.

Im Altersbereich zwischen sieben und zwölf Monaten kommen Hunde in die Pubertätsphase. Ausführliche Informationen zur Pubertät lesen Sie im Artikel „Hundejahre in Menschenjahre„.

Wiederholt wird er das Gelernte vergessen, den Befehlen seines Frauchens oder Herrchens trotzen und besser wissen, was gut für ihn ist.

In dieser Phase ist eine konsequente, aber liebevolle Erziehung wichtig. Immer in dem Wissen, dass diese Trotzphase eines Tages wieder vorbei sein wird. Das passiert sobald der Junghund ausgewachsen ist und allmählich zum Erwachsenen mutiert.

Entwicklung zum erwachsenen Hund

Aber wann tritt dieser Zeitpunkt ein? Wie wir schon gesehen haben, verläuft das Wachstum von kleinen und großen Rassen höchst unterschiedlich.

Ein kleiner Hund nimmt im ersten Lebensjahr etwa das 25-fache seines Geburtsgewichts zu. Bei großen Hunderassen beträgt dieses Verhältnis gut und gern das Hundertfache. Aber wann sind die jungen Hunde fertig?

  • Kleinen Hunderassen erreichen die Endgröße zwischen zehn und zwölf Monaten.
  • Mittelgroße Hunde wachsen etwa ein Jahr lang
  • Und große Hunde brauchen circa 18 Monate, bis sie ausgewachsen sind
  • Bei Riesenrassen kann dies sogar bis zu zwei Jahre lang dauern.

Interessant ist, dass die Endgröße eines jeden Hundes genetisch vorprogrammiert ist. Selbst mit einer übermäßigen Fütterung können Sie an der finalen Größe nichts ändern. Auch nicht mit Futter, das das Wachstum beschleunigen würde.

Wie lange wachsen große Hunde in die Höhe?

Bei großen Hunderassen gibt es eine Besonderheit. In der Hauptwachstumsphase nimmt die Muskelmasse zunächst schlagartig zu. Knochen, Sehnen und Bänder brauchen dagegen etwas länger, um sich zu stabilisieren.

Daher empfiehlt es sich die Belastung Ihres Hundes in jungen Jahren gering zu halten. Somit können Sie späteren Schäden an Gelenken und Knorpeln vorbeugen.

Statt anstrengender Wanderungen, wilden Ballspielen oder sportlichen Aktivitäten sollten Sie den jungen Hund noch schonen.

Achten Sie darauf, dass er sich seinem Alter und Entwicklungsstand entsprechend bewegt. Nicht zu wenig, um das Skelett und die Muskulatur für ein langes Leben zu stärken, aber eben auch nicht zu viel, um eine vorzeitige Abnutzung der Bewegungsapparats zu verhindern.

Bei jungen Energiebündeln wird das nicht immer einfach sein. Im Zweifelsfall helfen der Tierarzt und befreundete Züchter- und Hundekollegen sicher gern.

Weitere Informationen zum Wachstum und Welpen finden Sie hier:

Fazit: Wachstum bei Hunden

Unterschätzen Sie die Jugend- und Wachstumsphasen Ihres geliebten Vierbeiners nicht. In dieser Entwicklungsphase legen Sie den Grundstein für ein langes und glückliches Leben.

Wann ist ein Hund ausgewachsen?
Wann ist ein Hund ausgewachsen?

Rundherum sollte alles stimmen, von der Fütterung über die Bewegung bis hin zur Erziehung. Und damit steht vielen gemeinsamen Jahren voller Freude nichts mehr im Wege.

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