Soja für Hunde?

Soja erfreut sich seit einigen Jahren wachsender Beliebtheit. In der Küche können Sie es als Ersatzprodukt für Fleisch verwenden. Oder als Ersatz für andere tierische Produkte. Sogar für Ihren Hund soll Soja eine gesunde, alternative Proteinquelle sein.

Gleichzeitig ist die Sojabohne sehr umstritten. Es gibt viele kritische Stimmen zum industriellen Anbau. Und so sorgt das angebliche Superfood immer häufiger für negative Schlagzeilen. Deshalb beleuchten wir hier die Frage, wie gut Soja für Hunde geeignet ist.

Dürfen Hunde Soja essen?

Sojaprodukte werden aus der Sojabohne gewonnen. Den Eiweißgehalt der Bohnen lässt sich qualitativ mit tierischem Eiweiß vergleichen. In der Regel ist Soja für Hunde sehr gut bekömmlich. Nur selten führt Soja zu Problemen.

Und die Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe in der Sojabohne sind ebenfalls wichtig für den Körper Ihres Hunds. Dadurch scheint Soja eine gute Nährstoffquelle für Ihren Vierbeiner zu sein, die pflanzlichen Ursprungs ist.

Denn immer mehr Hunde leiden an Unverträglichkeiten. Dazu zählen auch Allergien auf tierisches Eiweiß. Wenn Ihre Fellnase also viele Fleischsorten nicht verträgt, ist Soja eine gute Alternative. Hierüber versorgen Sie ihn mit wichtigen Proteinen.

Dennoch kann es sein, dass Ihr Hund Sojabohnen nicht verträgt. Ihr Hund reagiert allergisch auf Sojaprodukte, wenn er Durchfall oder Magenprobleme bekommt. Oder seine Haut zu jucken beginnt.

Welche Sojaprodukte vertragen Hunde?

Auf dem Markt gibt es unheimlich viele Sojaprodukte, dazu zählen:

  • Sojamilch
  • Soja Joghurt
  • Tofu
  • Sojasprossen
  • Sojamehl
  • Sojabrot
  • Sojasoße
  • Sojaöl
  • sowie viele weitere Lebensmittel auf Soja-Basis

Tofu, Soja Joghurt und Sojamilch können Sie Ihrem Hund einfach unter das Futter mischen. Wichtig ist bei diesen Produkten jedoch, dass Sie die ungesüßte Variante verwenden.

Die meisten Menschen kennen zumindest eines dieser Sojaprodukte. Oder haben Sie noch nie davon gehört? Was Soja ist, wie Sojaprodukte hergestellt und verarbeitet werden, wissen dagegen die wenigsten Menschen.

Sojabohne als Nahrungsmittel
Sojabohne als Nahrungsmittel

Soja ist eine Bohne. Innerhalb der Pflanzenarten gehört sie zu den Hülsenfrüchten. Die sogenannte Wunderbohne aus Ostasien sieht fast so aus wie unsere heimischen Buschbohnen. In den asiatischen Regionen gibt es Hunderte bekannte Zubereitungsarten.

Bei uns sind Rezepte mit Sojabohnen ebenfalls beliebt. Sie werden zu Bratlingen verarbeitet und sind auch als Curry ein nährstoffreiches Gericht. Und sehr lecker. Ob als Beilage mit Spinat oder in Tomatensoße bereichern Sojabohnen viele Gerichte.

Soja in der Kritik

Diese vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Sojabohnen haben einen gewaltigen Nachteil. Denn Soja kommt mittlerweile in vielen Produkten vor, nicht nur als Lebensmittel oder billiges Tierfutter. Auch in Kosmetik oder Medikamenten steckt Soja.

Dadurch steigt die weltweite Nachfrage immer weiter an. Um diesem enormen Bedarf gerecht zu werden, wird Soja industriell angebaut. Dafür werden extrem große Anbauflächen benötigt. Zusammengerechnet sind diese Flächen heute etwa so groß wie Deutschland und Frankreich zusammen.

Der Knackpunkt ist, dass ein Großteil dieser Flächen durch Abholzung und Rodung von Wäldern gewonnen werden. Dadurch wird der Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten vernichtet.

Anschließend müssen die gigantischen Monokulturen mit mehreren Chemikalien besprüht werden, um Schädlinge und Unkraut zu bekämpfen. Diese Chemikalien landen natürlich in der Sojabohne und auf Ihrem Teller, beziehungsweise im Napf Ihres Vierbeiners.

Die ältesten Nachweise über den Anbau und die Nutzung von Soja stammen übrigens aus China. Dort wurden Sojabohnen bereits im Jahr 7000 v. Chr angebaut.

Soja Monokultur: Weltweit wird auf 6 % der landwirtschaftlichen Fläche Soja angebaut
Soja Monokultur: Weltweit wird auf 6 % der landwirtschaftlichen Fläche Soja angebaut

Dürfen Hunde Sojaprodukte fressen?

Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn Sie Ihrem Hund ab und zu Soja füttern. Gerade Tofu, was aus Sojabohnen und Wasser besteht, fressen Hunde oft gerne.

Es gibt viele Fertigfutter für Hunde mit Soja als Bestandteil. Sie können Hundemahlzeiten aus Soja auch selbst zubereiten. Kaufen Sie dazu einzelne, getrocknete Bohnenkerne im Handel. Weichen Sie diese gut ein.

Stellen Sie die Bohnen dafür über Nacht in reichlich Wasser. Am nächsten Tag können Sie die Sojabohnen mit frischem Wasser aufkochen. Danach lassen Sie den Topf zugedeckt auf dem Herd bei niedriger Stufe köcheln. Nach etwa einer Stunde sollten die Bohnen weich und fertig zum Verzehr sein.

Frische Sojabohnen füttern

Wenn Sie frische Sojabohnen haben, sind diese etwa zwei bis drei Tage im Kühlschrank haltbar. Sie können sie wie normale Dicke Bohnen zubereiten. Die Schoten köcheln Sie wie oben beschrieben in heißem Wasser, bis sie weich sind.

Anschließend lassen sich die Kerne ganz leicht aus den Hülsen lösen. Sie können die Bohnen nun verzehren oder weiterverarbeiten.

Wenn Sie die Bohnen vor dem Kochen aus den Hülsen lösen möchten, machen Sie das am besten unmittelbar vor der Zubereitung. Die einzelnen, frischen Sojakerne ohne ihre Hülle verderben sehr schnell.

Dürfen Hunde Soja essen: Wann sind Sojaprodukte schädlich?
Dürfen Hunde Soja essen: Wann sind Sojaprodukte schädlich?

Ist Soja für Hunde schädlich?

Bitte füttern Sie keine ungekochte oder rohe Sojabohnen. Diese enthalten Phasin und Phytinsäure. In größeren Mengen führt der Verzehr bei Ihrem Hund zu Magenproblemen, zu Erbrechen oder blutigem Stuhl. In ernsteren Fällen kann er hieran sogar sterben.

Getrocknete Sojabohnen eignen sich ebenfalls nicht als Mahlzeit für Ihren Vierbeiner. Er kann Sie nicht verdauen. Daher scheidet Ihr Hund sie unverdaut wieder aus. Sie haben also keinerlei Nutzen für seinen Hundekörper.

Bio-Sojabohnen als Alternative

Grundsätzlich ist es gerade bei den viel kritisierten Sojaprodukten besonders wichtig, dass Sie auf die Herkunft der Produkte achten. Soja aus biologischem Anbau ist weniger mit Chemie belastet. Hierzu zählen Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmittel oder Kunstdünger. Außerdem sind gentechnisch veränderte Zutaten beim biologischen Anbau nicht zulässig.

Soja für Hunde: Dürfen Hunde Sojaprodukte essen?
Soja für Hunde: Dürfen Hunde Sojaprodukte essen?

Entscheiden Sie sich am besten für Soja aus europäischem oder sogar deutschem, ökologischem Anbau. Dadurch fallen lange Transportwege weg. Und Sie unterstützen auch noch die Umwelt. Es ist ratsam, dass Sie auf die entsprechenden Siegel und Kennzeichnungen Wert legen.

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