Hundehaftpflicht Versicherung

Irgendwie verstehe ich Sie, wenn Sie immer noch zögern eine Hundehaftpflicht abzuschließen. Aber mal ehrlich, wie viel Zeit wollen Sie noch für eine Entscheidung aufbringen, die vielleicht 50 Euro im Jahr kostet. Gleichzeitig schützt Sie eine Versicherung vor immensen Schadensersatzansprüchen, die Ihre wirtschaftliche Existenz bedrohen.

Deshalb möchte ich Sie einladen, sich diese Informationen zur Hundehaftpflicht mehrfach durchzulesen. Diese Tipps haben wir speziell für Sie als Hundehalterin zusammengestellt. Treffen Sie danach eine Entscheidung, ohne weiter abzuwägen und zu überlegen.

Im allerschlimmsten Fall bezahlen Sie vielleicht 40 Euro zu viel. Allerdings gehen Sie damit keine lebenslange Verpflichtung ein. Sondern können sich im nächsten Jahr für eine andere Hundehaftpflichtversicherung entscheiden. Diese Flexibilität unterscheidet die Haftpflicht als Hundeversicherung von einer Hundekrankenversicherung.

Welche Hundehaftpflicht ist zu empfehlen?

Für Ihren vierbeinigen Liebling wollen Sie bestimmt nur das Beste. Schon vor der Anschaffung Ihres Hunds sollten Sie einige Dinge prüfen. In manchen Bundesländern fordert man nur für bestimmte Hunderassen eine Hundehaftpflichtversicherung.

Die meisten Hundepensionen, Hundeschulen und Hundetrainerinnen verlangen jedoch den Nachweis einer Hundehaftpflichtversicherung. Der Versicherungsschutz gilt als wesentliche Voraussetzung, um Ihren Hund dort anmelden zu können.

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist eigentlich in jedem Fall zu empfehlen, selbst wenn diese Versicherung bei Ihnen nicht zwingend vorgeschrieben ist. Denn eine gute Hundehaftpflicht sichert Sie vor allem dann ab, wenn Ihr Hund anderen Personen einen Schaden zufügt.

Achten Sie darauf, dass alle Schadensformen wie Sach- und Personenschäden sowie Vermögensschäden versichert sind. Häufig vergisst man Dinge wie den Auslandsversicherungsschutz. Oder die Absicherung gegen einen ungewollten Deckakt Ihres Hunds. Das ist manchmal schneller passiert als einem Hundebesitzer lieb ist.

Die folgenden Versicherer sind auf Hundehaftpflicht Tarife spezialisiert:

Als Testsieger gehen auch regelmäßig die etablierten Versicherer mit ihren Hundehaftpflichtversicherungen hervor:

Ist es Pflicht einen Hund zu versichern?

Ob eine Hundehaftpflichtversicherung sinnvoll ist, stellt sich in vielen Bundesländern Deutschlands gar nicht als Frage. Denn innerhalb Deutschlands gilt in einigen Bundesländern eine Hundehaftpflicht als Pflicht für jeden Hundebesitzer.

Konkret betrifft Sie das, wenn Sie in diesen Bundesländern wohnen:

  • Hamburg
  • Berlin
  • Sachsen-Anhalt
  • Schleswig-Holstein
  • Niedersachsen
  • Thüringen

Hier müssen Sie also unbedingt eine Hundehaftpflichtversicherung abschließen.

In anderen Bundesländern müssen nur Hunde bestimmter Rassen über eine Haftpflichtversicherung verfügen. Ziehen Sie den Abschluss einer solchen Versicherung für Ihren Vierbeiner unbedingt in Betracht.

Wie viel kostet eine Hundehaftpflichtversicherung?

Für eine Hundehaftpflichtversicherung sollten Sie ungefähr mit einem Jahresbeitrag von 30 bis 90 Euro rechnen. Die exakten Kosten hängen von mehreren Faktoren ab:

  • Umfang der Leistungen
  • Maximale Deckungssumme
  • Höhe der Selbstbeteiligung
  • Anbieter
  • Hunderasse
  • Schutz im Ausland

Für die Höhe der Beiträge spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Und zwar die von Ihnen gewünschten Leistungen. Hierbei gilt grundsätzlich Folgendes. Je mehr Leistung durch ihren Versicherungsschutz abgedeckt ist, desto teurer der zu zahlende Beitrag pro Jahr.

Wie hoch sollte die Deckungssumme bei einer Hundehaftpflicht sein?

Die Deckungssumme ist ein weiterer Punkt, der sich auf die Höhe Ihres Beitrags auswirkt. Je nach Größe Ihres Hunds sollten Sie eine Versicherungssumme von mindestens 5 Millionen Euro bis 15 Millionen Euro wählen.

Zunächst klingen Summen wie 10 Millionen Euro erst einmal vollkommen utopisch. Bei einem Personenschaden kann es jedoch schnell richtig teuer für Sie werden.

  • Die höchste Deckungssumme von 50 Millionen Euro bietet Adam Riese im Tarif XXL bereits ab ca. 51 Euro, ohne Selbstbeteiligung.
  • Den höchsten Beitrag pro Jahr verlangt ARAG für Hundehaftpflicht Premium mit knapp 130 Euro, bei einer Deckungssumme von 30 Millionen Euro, ebenfalls ohne Selbstbeteiligung.

Insgesamt das günstigste Angebot macht Getsafe mit der Hundehaftpflicht Comfort. Für diesen Tarif verlangt der Versicherer nur knapp 32 Euro bei einer Deckungssumme von 15 Millionen Euro sowie einer Selbstbeteiligung von 300 Euro.

Sind Hunde in der Privathaftpflicht mitversichert?

Hoffentlich haben Sie bereits eine Haftpflichtversicherung für sich selbst abgeschlossen. Denn eine Privathaftpflichtversicherung gilt selbst unter Versicherungsmuffeln und Verbraucherschützern als wichtigste Versicherung für jede Person.

Diese Privathaftpflichtversicherung kommt jedoch nicht für Schäden auf, die Ihr Hund verursacht. Wir wissen nicht woher dieser Mythos stammt. Vielleicht ist es auch einfach nur Wunschdenken vieler Hundehalter.

Auf Nachfrage erklärte uns eine Versicherungskauffrau, dass ihr keine Tarife einer Privathaftpflichtversicherung bekannt seien, in der Hunde automatisch mitversichert wären. Und diese Aussage gilt für Versicherungen der letzten zehn Jahre. Grundsätzlich sind nur Kleintiere wie Katzen und Vögel in der privaten Haftpflichtversicherung mitversichert.

Dagegen sind Hunde vom Versicherungsschutz Ihrer Privathaftpflicht ausgenommen. Deshalb benötigen Sie eine spezielle Hundehaftpflichtversicherung, die Schäden abdeckt, die Ihr Hund anrichtet.

Was ist in der Hundehaftpflicht versichert?

Stellen Sie sich vor, Sie gehen mit Ihrem Hund Spazieren. Plötzlich reisst er sich von der Leine los. Und rennt über die Straße. Deshalb verliert ein LKW-Fahrer die Kontrolle über einen 30-Tonner und donnert über einen Spielplatz. Der LKW-Anhänger kippt um. Wie durch ein Wunder wird niemand ernsthaft verletzt. Doch noch bevor die Feuerwehr eintrifft ergießen sich 10.000 Liter Heizöl in den Fluss eines angrenzenden Naturschutzgebiets. Denn der Tanklaster hatte Heizöl geladen.

Was glauben Sie, wer diesen Schaden verursacht hat? Wer ist verantwortlich für den Unfall und die Folgen? Und wie hoch wird der Sachschaden sein, um den Fluss und das Erdreich vom Öl zu säubern? Ganz zu schweigen von den Strafen für die Umweltschäden.

Ganz grob lassen sich die Leistungen der Hundehaftpflichtversicherungen in drei Bereich einteilen

  1. Personenschäden
  2. Sachschäden
  3. Vermögensschäden

Jetzt könnten Sie annehmen, dass die Haftpflichtversicherung auch für Schäden aufkommt, die Ihr Hund im eigenen Zuhause anrichtet. Oder an der eigenen Person, also an Ihnen selbst. Diese Annahme ist jedoch falsch. Eine Hundehaftpflicht schützt Sie vor allem gegen Ansprüche anderer Personen, weil Ihr Hund etwas angestellt hat.

Direkte und indirekte Personenschäden

Ein besonders wichtiger Punkt sind Personenschäden. Hier unterscheiden die Versicherer zwischen direkten und indirekten Personenschäden.

Beißt Ihr Hund eine andere Person, handelt es sich um einen direkten Personenschaden.

Etwas anderes ist es, wenn Ihr Vierbeiner ausbüxt und vor ein Fahrrad läuft. Beim Versuch zu bremsen oder auszuweichen, stürzt die Person. Dann handelt es sich um einen indirekten Personenschaden.

Sachschäden

Schäden an Sachen anderer Person sind ebenfalls versichert. Diese Absicherung gegen Sachschäden sind in fast jedem Tarif von vornherein enthalten.

Ein Sachschaden ist zum Beispiel, wenn Ihr Hund den Zaun der Nachbarin durchbricht, um auf das andere Grundstück zu gelangen.

Oder nehmen wir an, Ihr Hund wird von der Hundesitterin oder Nachbarin betreut. Dabei wirft Ihre Fellnase beim Spielen das Handy der Aufpasserin herunter. Mit der Hundehaftpflichtversicherung sind Sie vor den finanziellen Konsequenzen geschützt.

Geben Sie Ihren Vierbeiner hin und wieder in die Obhut einer anderen Person? Dann sollte das mitversichert sein. Einige Versicherungen schließen solche Schäden aus. Eben solche, die entstehen, während Ihr Hund bei jemandem außer Ihnen selbst in Obhut ist.

Vermögensschäden

Vermögensschaden sind vielleicht etwas komplizierter. Deshalb konstruieren wir mal ein Beispiel für einen Vermögensschaden.

Sie leinen Ihren Hund vor einem Geschäft an, weil Sie dort etwas einkaufen wollen. Während Sie weg sind, möchten weitere Menschen den Laden betreten. Allerdings knurrt Ihr Liebling die fremden Personen an. Aus Angst vor Ihrem Hund betreten diese Menschen den Laden nicht. Dementsprechend kaufen sie nichts.

Der Besitzerin des Ladens ist also ein Vermögensschaden entstanden. Ihr ist der Umsatz entgangen, den diese Käuferinnen gebracht hätten. Schäden solcher Art sollten ebenfalls in Ihrer Hundehaftpflichtversicherung abgedeckt sein.

Ausland und ungewollter Deckakt

Haben Sie vor, sich einen unkastrierten Rüden anzuschaffen? Dann sollten Sie das in der Haftpflichtversicherung für Ihren Hund berücksichtigt sein.

Wollen Sie Ihren Hund mit in den Urlaub nehmen? Dann sollte Ihre Hundehaftpflichtversicherung einen Schutz für Schadensfälle im Ausland beinhalten.

Welchen Unterschied macht die Selbstbeteiligung?

Die Höhe Ihrer Selbstbeteiligung wirkt sich vor allem auf den Versicherungsbeitrag aus.

Ohne eine finanzielle Selbstbeteiligung im Schadensfall, zahlen Sie einen etwas höheren Beitrag. Dafür genießen Sie den vollen Schutz für Ihren Vierbeiner. Ihre Hundehaftpflichtversicherung begleicht dann den entstandenen Schaden in ganzer Höhe.

Wenn Sie im Schadensfall einen kleinen Teil des entstandenen Schaden selbst bezahlen, wird der Beitrag für Ihren Hund dementsprechend niedriger. Sie zahlen nur den zuvor festgelegten Selbstbeteiligungsbetrag für Ihren Hund. Für den Rest kommt Ihre Hundehaftpflicht auf.

Die Höhe der Selbstbeteiligung ist meist ein guter Weg, um bei den Beiträgen pro Jahr etwas zu sparen.

Kosten sind mitunter rasseabhängig

Bei einigen Versicherungsanbieterinnen spielt die Hunderasse eine Rolle. Diese stuft man anhand von Statistiken ein. Auf deren Grundlage basiert die Berechnung der Beiträge für Ihren Hund. Ähnlich wie bei der Versicherung eines Autos. Gehört Ihr Hund einer Rasse an, die sehr häufig Schadensfälle verursacht? Ihr Beitrag für ihn kann dann etwas höher ausfallen.

Achten Sie außerdem darauf, dass in dem gewählten Versicherungstarif kein Leinen- oder Maulkorbzwang gefordert ist. Bei Hündinnen sollten die Welpen mitversichert sein.

Tarifvergleich Hundehaftpflicht

Im Folgenden Rechner können Sie alle Tarife der Versicherer vergleichen. Wir möchten Sie einladen, hier einfach mit der Deckungssumme und der Selbstbeteiligung zu spielen.

So können Sie Ihren eigenen Testsieger bestimmen. Und finden schnell das optimale Angebot. Mit einem Klick auf den Button “Zum Anbieter” kommen Sie anschließend direkt zu den Anbietern.

Nutzen Sie dieses Vergleichsportal, um alle Hundehaftpflicht Tarife miteinander zu vergleichen. So haben Sie einen Überblick und können den für Sie passenden Tarif für Ihren Vierbeiner auswählen.

Wer wird persönlicher Testsieger?

Als Hundebesitzerin muss man sich viele Gedanken zu den verschiedensten Themen machen. Angefangen beim richtigen Futter bis zum passenden Versicherungsschutz. Dabei gehört eine Hundehaftpflicht zur wichtigsten Versicherungen für Ihren Hund.

Hundehaftpflicht: Test, Pflicht, Vergleich von Versicherungen
Hundehaftpflicht: Test, Pflicht, Vergleich von Versicherungen

Selbst als Versicherungsmuffel sollten Sie an eine Haftpflichtversicherung für Ihren Hund denken, lange vor einer Hundekrankenversicherung. Vielleicht können Sie auch Ihre private Haftpflichtversicherung entsprechend erweitern. Oder Sie vergleichen die günstigen Angebote der Hunde-Versicherer von weiter oben und finden Ihren eigenen Testsieger.

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