Mandeln für Hunde

Mandeln sind für uns ein leckerer Snack für zwischendurch. Sie gehören zu den Nüssen, die Ihr Hund essen darf. Mandeln gelten als gesund. Und trotz ihres hohen Kaloriengehalts liefern sie wichtige Nährstoffe.

Möchten Sie hin und wieder Mandeln an Ihren Hund füttern? Wählen Sie dafür nur unbehandelte Süßmandeln.

Dürfen Hunde Mandeln essen?

Generell ist es kein Problem, wenn Sie Ihrem Hund ab und an ein paar Mandeln geben. Am besten kann Ihr Vierbeiner die Nährstoffe geraspelt aufnehmen. Oder Sie schneiden die Mandeln in kleine Stückchen. Damit verhindern Sie zudem, dass Ihr Hund Mandeln im Ganzen schluckt.

Allerdings sind Knabbernüsse häufig stark gesalzen. Auf keinen Fall sollten Sie gewürzte, gesalzene, kandierte oder gebrannte Mandeln füttern. Die sind nicht sind für Hunde geeignet, weil Ihr Vierbeiner darüber zu viel Salz oder Zucker aufnehmen würde. Füttern Sie deshalb nur ungesalzene Mandeln. Mandeln in einer Teigkruste sind ebenso tabu.

Wie giftig sind Mandeln für Hunde?

In den Knabberpackungen mit genießbaren Mandeln verstecken sich jedoch immer wieder Bittermandeln. Optisch können Sie diese bitteren Mandeln nicht von süßen Mandeln unterscheiden.

Weltweit gibt es über 30 Mandelsorten. Die wichtigsten Sorten sind:

  • Bittermandeln
  • Süß- oder Steinmandeln
  • Krachmandeln

Bittermandeln sind giftig

Wie der Name der Bittermandel schon verrät, schmecken diese Mandeln bitter. Diese Sorte ist giftig für Sie und Ihren Hund. Menschen bemerken den bitteren, etwas unangenehm Geschmack dieser Nüsse. Hunde nicht.

Der Geschmack wird von dem Stoff Amygdalin ausgelöst. Im Verdauungstrakt wandelt sich Amygdalin zu Blausäure um. Das führt zu schweren Vergiftungen. Typische Symptome einer Blausäurevergiftung sind Krämpfe, Zittern, erhöhter Speichelfluss, Atembeschwerden und Erbrechen.

Sollte Ihr Vierbeiner trotzdem einmal Bittermandeln fressen, sollten Sie schnellstmöglich eine Tierärztin aufsuchen. Schon eine geringe Menge Bittermandeln kann für einen kleinen Hund tödlich sein.

Der bittere Geschmack verhindert jedoch, dass Sie versehentlich Bitter- statt Süßmandeln verzehren. Ich gehe sicher, dass mein Hund nur süße Mandeln bekommt, indem ich von der Mandel ein Stück abbeiße und probiere, bevor ich sie meinem Hund gebe.

Was sind süße Mandeln und Krachmandeln?

Optisch unterscheiden sich Süßmandeln kaum von Bittermandeln. Mandeln sind Samen des Mandelbaums. Er gehört zur Familie der Rosengewächse, wie der Apfelbaum.

Botanisch gesehen ist die Mandel also gar keine Nuss, sondern eine Steinfrucht. Zu den Steinfrüchten zählen auch Aprikosen oder Pflaumen. Das Fruchtfleisch der Mandel können Sie jedoch nicht essen. Es gleicht eher einer rauen Haut.

Die Krachmandel ist eine Unterart der Süßmandel mit sehr dünner Schale, die Sie ohne große Anstrengung zerdrücken können.

Dürfen Hunde Mandeln essen?
Dürfen Hunde Mandeln essen?

Die Süß- oder Steinmandeln enthalten zwar ebenfalls Amygdalin. Jedoch in einer sehr geringen und ungefährlichen Menge. Süß- oder Steinmandeln liefern viele Vitamine und gesunde Fette.

Wie gesund sind Mandeln?

Mandeln sind reich an Folsäure und enthalten Vitamin B, E, Kalzium, Magnesium und Kalium. Bei den Mandel sollten Sie allerdings vorsichtig sein, weil Hunde nur süße Mandeln essen dürfen.

Mandeln enthalten auf 100 g 53 g Fett, 5,6 g Kohlenhydrate und 24 g Proteine. Die Fette bestehen hauptsächlich aus ungesättigten Fettsäuren, namentlich Ölsäure und Palmitoleinsäure.

An Mineralstoffen sind 676 mg Kalium enthalten, dazu kommen 347 mg Phosphor und 218 mg Magnesium. 150 mg Schwefel, 40 mg Chlorid und 85 mg Kalzium runden den Cocktail ab. Mandeln sind außerdem reich an Vitamin E sowie den Vitaminen B1, B2, B3, B5, B6 und A.

Hund verschlucken sich leicht an Mandeln

Die Inhaltsstoffe der Mandeln hören sich sehr gut an. Allerdings haben sie viele Kalorien. Daher sind sie für übergewichtige Vierbeiner nicht geeignet. Wenn Ihr Hund ein paar Kilo zunehmen soll, können Sie ihm aber gerne ab und zu eine Mandel geben.

Vorsicht ist nicht nur aufgrund des Fettgehalts geboten. Denn häufig kauen Hunde nicht richtig. Sie sind Schlingfresser. Bei den harten Mandeln droht daher wegen ihrer Größe Erstickungsgefahr bei Ihrem Liebling. Als Leckerli oder Snack gibt es für Ihren Hund weitaus bessere Alternativen. Mandeln sollten immer nur eine Ausnahme in der Hundeernährung sein.

Mandeln für Hunde: Vorsicht, Bittermandeln sind giftig
Mandeln für Hunde: Vorsicht, Bittermandeln sind giftig

Naturbelassene Mandeln sollten Sie immer trocken lagern. In einer feuchten Umgebung sind diese schnell anfällig für Schimmelpilze und verderben. Danach sind sie zur Fütterung Ihres Hunds nicht mehr geeignet.

Was wird aus Mandeln gemacht?

Mandeln sind nicht nur ein beliebtes Nahrungsmittel. Im Handel erhalten Sie zahlreiche Mandelprodukte. Dazu zählen Mandelmus, Mandelmilch, Marzipan, Mandelmehl oder Mandelöl.

Mandelöl findet Verwendung in vielen Cremes, Lotionen und anderen Pflegeprodukten. Die wertvollen Vitamine und Fette sind wirksam gegen Falten. Und sie spenden Feuchtigkeit bei trockener Haut.

Mandelblüte in Deutschland?

Bereits seit über 4.000 Jahren kultivieren Menschen Mandelbäume. Bereits das Alte Testament erwähnt sie. Ihren Ursprung haben die Mandelbäume vermutlich in Südwestasien. Dort baut man Mandeln bis heute an.

In Europa bildet der Mittelmeerraum das Hauptanbaugebiet des Mandelbaums. Spanien hat mit Abstand die größten Anbauflächen. Danach folgen Italien und Portugal. Wahrscheinlich musste ich deshalb bei der Blüte des Mandelbaums zuerst an die Insel Mallorca denken.

Hunde unter blühenden Mandelbäumen
Hunde unter blühenden Mandelbäumen

Allerdings gedeihen Mandel auch in milden Gegenden Deutschlands prächtig. Im Dorf Gimmeldingen in Rheinland-Pfalz findet jährlich das Mandelblütenfest statt. Gimmeldingen liegt bei Mannheim.

Ein Spaziergang oder eine Tour mit dem Rad sind dort Anfang März ein unvergessliches Erlebnis. Zu dieser Zeit haben die Mandelbäume ihre volle Blütenpracht entfaltet. Kein Wunder, dass das Fest jedes Jahr Tausende Besucherinnen in den kleinen Ort lockt.

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