Warum hecheln Hunde?

Das Hecheln zählt zu den völlig normalen Verhaltensweisen Ihres Hunds. Ebenso wie das Bellen. Viele Hundehalterinnen wissen jedoch nicht, warum ihr Hund hechelt. Oder was es bedeutet.

Dieses Wissen ist jedoch wichtig. Weil Hecheln ein Zeichen für gravierende gesundheitliche Probleme Ihres Hunds sein kann.

Beim Hecheln verändert sich die Atmung

Ist Ihr Hund entspannt, atmet er langsam. Ganz ruhig und gleichmäßig. Dabei hat er sein Maul geschlossen. Ihr Hund atmet durch die Nase ein. Der Brustkorb hebt und senkt sich dabei mit den Atemzügen.

Die normale Atemfrequenz während dieses Zustands beträgt etwa 10 bis 30 Atemzüge pro Minute.

Im Gegensatz dazu wirkt die Atmung beim Hecheln deutlich unruhiger. Dann hat Ihr Hund die Schnauze geöffnet und die Zunge hängt heraus. Er atmet über die Nase ein. Und über das Maul aus.

Dabei ist seine Atmung relativ flach. Immer wieder geht seine Zunge kurz nach hinten, um sie zu befeuchten. Der Brustkorb bewegt sich intensiv und schnell. Hechelt Ihr Hund, können Sie dies deutlich hören.

Ursachen und Gründe für starkes Hecheln

Die Gründe, warum Ihr Hund hechelt, sind vielfältig. Nicht alle sind harmlos. Deshalb sollte jede Hundebesitzerin genau auf Ihren Vierbeiner achten, wenn er hechelt. Schließlich könnten gravierende gesundheitliche Probleme dahinterstecken.

Häufige Ursachen für starkes Hecheln sind:

  • Körpertemperatur
  • Überhitzung
  • Stress
  • Herzerkrankung
  • Schmerzen
  • Cushing-Syndrom
  • Diabetes
  • Kreislaufschwäche
  • Vergiftung
  • Infekt mit Fieber
  • Geburt
Kennen Sie die normale Atmung Ihres Tiers? Dann können Sie im Notfall reagieren.

Hitze Hecheln als Hauptgrund

Ein Grund für das Hecheln Ihres Lieblings ist Hitze. Ihr Hund kann nicht wie wir Menschen ausgiebig schwitzen. Hunde haben nur wenige Schweißdrüsen an den Pfotenballen.

Daher regulieren Hunde die Körpertemperatur bei Hitze durch Hecheln. Dadurch verdunstet vermehrt Speichel als Feuchtigkeit über die Schleimhäute. Und somit sinkt die Körpertemperatur.

Diese Maßnahmen zur Abkühlung funktionieren übrigens sehr ähnlich, wenn Ihr Hund sich angestrengt hat. Oder wenn er sich emotional aufregt.

Manche Rassen hecheln mehr

Brachycephale Rassen können nicht effektiv hecheln. Hierzu zählt der Mops, die Bulldogge oder der Pekinese. Ihr Hecheln wirkt hektischer und intensiver. Sie müssen solche Rassen entsprechend beobachten.

Größere Hunde hecheln meist deutlich stärker als kleine Hunde. Je größer Ihr Hund ist, desto länger dauert es die Körpertemperatur zu regulieren.

Gefahr von Überhitzung

Alle diese Situationen können Sie als harmlos betrachten. Es gibt allerdings Ausnahmen wie extrem hohe Außentemperaturen. Einen Hund, der sich dann in einem Auto befindet und hechelt, sollten Sie so rasch wie möglich ins Freie bringen.

Es droht akute Überhitzung. Ebenso müssen Sie darauf achten, dass sich Ihr Hund nie zu sehr anstrengt. Ruhepausen sind manchmal lebensnotwendig.

Flüssigkeit ist wichtig

Hechelt Ihr Hund bei großer Hitze und Anstrengung, dann verdunstet sehr viel Flüssigkeit. Das Hecheln ist also sehr effektiv. Die Flüssigkeit müssen Sie Ihrem Vierbeiner entsprechend rasch wieder zuführen. Gerade im Sommer oder wenn sich Ihr Hund anstrengt.

Dann müssen Sie ihm immer frisches Wasser anbieten. Es droht sonst ein Flüssigkeitsmangel bei Ihrem Vierbeiner. Und ein daraus resultierender Kreislaufkollaps.

Sorgen Sie im Sommer für Abkühlung

Meiden Sie die Sommerhitze mit Ihrem Hund. Sorgen Sie dafür, dass sich Ihr Hund immer an einen kühlen Platz zurückziehen kann. Verzichten Sie auf Sport, wenn die Temperaturen hoch sind.

Spaziergänge in den frühen Morgenstunden sind für Ihren Hund deutlich angenehmer. Oder in den Abendstunden. Nehmen Sie immer Wasser für Ihr Haustier mit, wenn Sie unterwegs sind.

Hier finden Sie weitere Tipps für Abkühlung im Sommer.

Hecheln bei Stress

Ihr Hund reagiert auf Stress. Er kann Angst zeigen. Und regelrecht panisch werden. Gerade wenn die Situation für ihn unheimlich ist.

Dabei erhöht sich der Puls. Die Atmung beschleunigt sich und die Atemfrequenz steigt. Das kann beim Silvesterfeuerwerk der Fall sein, bei der Autofahrt oder weil Sie zur Tierärztin fahren.

Sobald sich die Situation auflöst, beruhigt sich Ihr Hund relativ rasch.

Geduld und pflanzliche Mittel bei Angst

Wissen Sie, dass Ihr Hund in manchen Situationen sehr ängstlich reagiert? Oder panisch? Dann treffen Sie Vorkehrungen.

Gewöhnen Sie Ihren Hund mit Geduld an diese Situationen. Geben Sie ihm Selbstsicherheit.

In anderen Bereichen sollten Sie rechtzeitig Mittel zur Beruhigung geben. Verwenden Sie dazu pflanzliche Mittel wie Rescue Tropfen oder CBD Tropfen.

Hecheln als Anzeichen für Erkrankungen

Hecheln kann ein Anzeichen für Erkrankungen sein

Es kommt allerdings vor, dass Ihr Hund ohne erkennbaren Grund übermäßig hechelt. In diesem Fall sollten Sie eine Tierärztin zurate ziehen.

Sehr starkes Hecheln könnte ein Anzeichen für eine gesundheitliche Störung sein. Vor allem ohne Anstrengung, Angst oder Hitze. Allerdings ist Hecheln ein sehr unspezifisches Symptom.

Hund hechelt: Häufige Ursachen
Hund hechelt: Häufige Ursachen

Hecheln bei Herzerkrankungen

Übermäßiges Hecheln kann ein Symptom bei Herzproblemen Ihres Vierbeiners sein. Manche Herzerkrankungen führen zu einer geringeren Pumpleistung.

Das führt dazu, dass der Körper die Körperzellen nicht mehr gut mit frischem Blut versorgt. Und damit fehlt dem Körper Sauerstoff. Ihr Hund hechelt vermehrt.

Rassebedingt können einige Hunde häufiger unter Herzerkrankungen leiden. Etwa Dackel, Pudel, Chihuahua, Dogge, Dobermann oder Boxer.

Hecheln bei Schmerzen

Leidet Ihr Hund unter Schmerzen, wird er ebenso vermehrt hecheln. In diesem Fall müssen Sie unbedingt auf weitere Symptome achten. Erbrechen oder Durchfall zeigen Schmerzen im Verdauungstrakt an.

Lahmheit oder Probleme bei der Bewegung können ein Zeichen für Gelenkschmerzen sein. Oder ein Zeichen für stumpfe Verletzungen.

Hecheln als akutes Warnsignal

Gerade kurzschnäuzige Rassen atmen gerne sehr geräuschvoll. Wie beispielsweise Bulldogge oder Mops. Das kann ein Anzeichen für eine Verengung der oberen Atemwege sein.

Cushing-Syndrom und Diabetes

Hechelt Ihr Hund und trinkt und uriniert deutlich mehr als üblich? Dann kann es sich um das Cushing-Syndrom handeln oder um Diabetes.

Beide Erkrankungen ähneln einander sehr. Ein Test bei Ihrer Tierärztin sorgt hier schnell für Klarheit.

Hecheln bei Kreislaufschwäche

Ihr Hund hechelt stark und zeigt gleichzeitig blasse Schleimhäute? Dies kann auf eine Kreislaufschwäche hindeuten.

Außerdem könnte es sich um eine Anämie handeln. Ihr Hund verfügt dann über zu wenig rote Blutkörperchen. Diese transportieren Sauerstoff zu den Zellen.

Vergiftung

Akutes und heftiges Hecheln kann ein Zeichen einer Vergiftung sein. Zusätzlich treten hier oft motorische Störungen auf sowie eine Veränderung der Pupillen.

Eine Vergiftung ist immer ein Notfall. Bringen Sie Ihren Hund auf schnellstem Weg zur Tierärztin.

Infekt

Steht das Hecheln in Verbindung mit Fieber, hat Ihr Haustier wahrscheinlich einen Infekt. Fieber besteht ab einer Temperatur von 39 Grad Celsius. Ab 41° C ist die Temperatur sehr bedrohlich. Suchen Sie rechtzeitig eine Tierärztin auf.

Geburt

Hecheln bei einer trächtigen Hündin kann die Geburt ankündigen. Ist Ihre Hündin zusätzlich unruhig und nervös? Dann müssen Sie nicht mehr lange auf das große Ereignis warten.

Wie viel Hecheln beim Hund ist normal?

Hecheln ist damit ein absolut normales Verhalten Ihres Hunds. Es kann aber ebenso in einigen Fällen ein Alarmsignal sein. Je besser Sie Ihren Hund kennen, desto rascher erkennen Sie, ob Sie reagieren müssen.

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Warum hecheln Hunde: Ursachen und Tipps für starkes Hecheln
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Beobachten Sie Ihren Hund also genau. Scheuen Sie sich nicht, bei Unsicherheiten Ihre Tierärztin aufzusuchen. Besser einmal zu oft, als einmal zu wenig.

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