Hortensien: Giftig für Hunde?

Hortensien zählen zu den beliebtesten Gartenpflanzen. In vielen Gärten dürfen ihren üppigen, runden Blütendolden nicht fehlen.

Deshalb erfahren Sie hier alles, was Sie als Hundehalterin über Hortensien wissen müssen.

Vielleicht könnten die farbenprächtigen Pflanzen für unsere Vierbeiner sogar giftig werden. Dann sollten Hortensien besser nicht gepflanzt werden, wenn Sie einen Hund im Haushalt haben. Deshalb schauen wir uns Hortensien jetzt genauer an.

Giftige Pflanzen für Hunde im Garten

Bei der Hortensie (lat. Hydrangea) handelt es sich um einen farbenfrohen Blütenstrauch. Hierzulande wird er vor allem als Zierstrauch verwendet. Das gilt für private Gärten, auf Balkonen sowie in Parks.

Deshalb ist die Chance hoch, dass Ihr Hund im Laufe seines Lebens mit einer Hortensie in Berührung kommt.

Für Hundebesitzer kann dies unter Umständen bedenklich sein. Denn die Hortensie enthält verschiedene Stoffe, die für Hunde giftig sind.

Dazu zählen die pflanzlichen Giftstoffe (Toxine) wie das Iso-Cumarin Hydrangenol und das Glykosid Hydrangin. Werden diese Stoffe in großen Mengen verzehrt, können sie Schwindelgefühle und Beklemmungszustände hervorrufen.

Außerdem können diese Gifte zu Kontaktallergien führen und Ausschläge verursachen. Zum Beispiel kann das passieren, wenn der Pflanzensaft mit der Haut in Berührung kommt.

Weiterhin enthalten Hortensien verschiedene Saponine und Blausäure. Während Saponine vor allem die Schleimhäute reizen, zählt Blausäure zu den wohl bekanntesten Giften.

Welche Pflanzenteile der Hortensie sind giftig?

Eine Hortensie ist nur schwach giftig, obwohl Blausäure in allen Pflanzenteilen vorkommt. Schwere Vergiftungen sind extrem sehr selten. Bisher gibt es keine bekannten Fälle, in denen eine Hortensien-Vergiftung beim Hund zum Tod geführt hat.

Blausäure ist auch als Cyanwasserstoff bekannt. Das Gift zerstört die roten Blutkörperchen. Dadurch kann der Körper keinen Sauerstoff mehr transportieren.

In hohen Dosen kann dies zu Erstickungsanfällen und sogar zum Herztod führen. Nicht ohne Grund kommt es häufig in Kriminalromanen als Mordwaffe zum Einsatz. Doch keine Sorge. Trotz Blausäure ist die Hortensie keine gemeingefährliche Todesfalle.

Dazu ist die Konzentration in allen Pflanzenteilen der Hortensie viel zu gering. Ihr Hund müsste schon sehr große Menge der Pflanze gefressen haben, damit es zu ernsthaften Gesundheitsschäden kommt.

Was passiert, wenn Hunde Hortensien fressen?

Hortensien stehen für gewöhnlich nicht auf dem Speiseplan von Hunden. Allerdings kann es immer wieder vorkommen, dass Welpen und neugierige Vierbeiner ein Blatt oder eine Blüte von einem Hortensienstrauch ins Maul nehmen und vielleicht sogar schlucken.

Außerdem können Hunde auf andere Arten mit dem Pflanzensaft der Hortensie in Berührung kommen. Zum Beispiel, wenn der Ball beim Spielen in einem Strauch landet.

Wie die genaue Reaktion eines Hunds ausfällt, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab:

  • aufgenommene Menge der Hortensie
  • Konzentration des Gifts im jeweiligen Pflanzenteil
  • Körpergröße und das Gewicht des Hunds
Da die Hortensie nur schwach giftig ist, kommen schwere Komplikationen sehr selten vor. Das gilt sogar für Fälle, wenn der Hund ein Stück gefressen hat.

Um ernsthafte Schäden zu verursachen, müsste Ihr Hund eine sehr große Menge fressen. Und das ist selbst bei gefräßigen Fellnasen äußerst unwahrscheinlich.

Dennoch kann Ihr Hund nach dem Verzehr von Hortensien an leichten Vergiftungssymptomen leiden. Dazu gehören in erster Linie Magen-Darm-Beschwerden wie Magenschmerzen und Durchfall.

Bei größeren Mengen können Krämpfe und Kreislaufbeschwerden auftreten. Außerdem kann das Gift der Hortensie Schleimhautreizungen und Atemnot hervorrufen.

Ist Ihr Hund äußerlich mit dem Pflanzensaft der Hortensie in Berührung gekommen? Dann treten an der Kontaktstelle meist unangenehme Hautausschläge auf.

Mein Hund hat Hortensien gefressen, was tun?

Schließlich gehen wir jetzt die konkrete Frage an, was Sie tun sollten, falls Ihr Hund Hortensien gefressen hat. Wenn Ihr Hund Symptome einer Hortensienvergiftung zeigt, sollten Sie sofort Ihre Tierärztin oder den Tiernotdienst informieren.

Die meisten Vergiftungen mit Hortensien gehen glimpflich aus. Dennoch sollten Sie den Verdacht ernst nehmen. Eine Vergiftung ist immer ein medizinischer Notfall. Ganz besonders, wenn der Kontakt beim Spielen im Freien stattgefunden hat. Schließlich ist die Ursache in diesen Fällen oft nicht klar ersichtlich.

Als Erste Hilfe empfehlen sich Kohletabletten. Achten Sie hierbei auf die Dosierung. Damit die Aktivkohle wirkt, benötigen Sie 1 Gramm Kohletabletten pro Körpergewicht. Bei großen Hunden kommt dabei also eine ziemlich große Menge Tabletten zustande.

Ein künstlich herbeigeführtes Erbrechen ist bei einer Hortensienvergiftung nicht zu empfehlen. Dadurch werden die Schleimhäute zusätzlich gereizt und die Symptome können sich verschlimmern.

Ist eine tiermedizinische Behandlung notwendig, bekommt Ihr Liebling in der Regel eine kalziumhaltige Flüssigkeit von der Tierärztin zugeführt. In schweren Fällen können auch Schmerzmittel zum Einsatz kommen. Bei Hautausschlägen verschaffen Cremes und kühlende Umschläge Linderung.

Schwere Vergiftungen sind selten

Schwere Hortensienvergiftungen bei Hunden kommen äußerst selten vor. Auf die hübschen Sträucher müssen Sie im Garten also nicht verzichten. Auch nicht, wenn Sie Haustiere haben.

Hortensien sind in erster Linie wegen ihrer bunten Blütenballen beliebt. Die Farbe der Blüten hängt dabei von dem pH-Wert des Bodens ab.

In saurer Erde werden Hortensien blau, in gewöhnlichen Gartenböden meist rosa. Auch violette Farbabstufungen sind häufig zu finden. Und manche Hortensiensorten blühen weiß, grün oder rot.

Welche Blütensträucher ohne Giftstoffe für Hunde?

Da eine Vergiftung aber nie hundertprozentig ausgeschlossen werden kann, bevorzugen viele Hundebesitzerinnen einen hundesicheren Garten. Auf die Blütenpracht müssen Sie trotzdem nicht verzichten. Wie würden Ihnen ein paar ungiftige Alternativen gefallen?

Wenn Ihnen der Effekt von üppigen, kleinen Blütenkissen gefällt, empfehle ich Ihnen Lavendel.

Dieser ist für Hunde völlig ungiftig. Außerdem kann Lavendel sogar eine beruhigende Wirkung haben. Vor allem Zahn-Lavendel wächst buschig. Er macht sich auch farblich gut als Hortensien-Ersatz im hundesicheren Garten.

Wenn es ihnen in erster Linie um das Aussehen von großen, flachen Blütenblättern geht, könnten Ihnen Stiefmütterchen gefallen. Auch diese farbenfrohen Blumen sind für Hunde völlig unbedenklich. Die Blüten sind sogar für Menschen essbar. Stiefmütterchen sind in vielen verschiedenen Farben erhältlich.

Fazit zur Hortensie als Gefahr für Tiere

Hortensien sind für Hunde schwach giftig. Dennoch kann eine Hortensienvergiftung für unsere Lieblinge äußerst unangenehm sein. Selbst der Hautkontakt kann bei empfindlichen Hunden Ausschläge hervorrufen.

Obwohl Hortensien Blausäure enthalten, sind schwere Vergiftungen allerdings sehr selten. Bisher sind keine Todesfälle bei Hunden bekannt.

Hortensien: Giftig für Hunde? Gefährliche Pflanzen im Garten
Hortensien: Giftig für Hunde? Gefährliche Pflanzen im Garten

Falls Ihr Hund Hortensien gefressen hat und Symptome zeigt, sollten Sie schnell Ihre Tierärztin aufsuchen. Eine Vergiftung ist gut zu behandeln. Und sie ersparen Ihrem Liebling unnötige Schmerzen.

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