Beste Familienhunde

Hunde sind immer mehr in den Familienverbund integriert. Nur wenige Tiere übernehmen noch ihre einstigen Aufgaben als Wachhund oder Arbeitshund. Für viele Familien zählt der Hund als vollwertiges Familienmitglied, Spielpartner oder Ruhepol.

Doch was zeichnet beste Familienhunde aus und welche Rassen zählen zu dieser Gruppe?

Was ist der beste Familienhund?

Grundsätzlich werden Hunde in verschiedene Gruppen eingeteilt, nach der Liste der sogenannten FCI-Hunderassen. Darin gibt es beispielsweise Jagdhunde, Laufhunde oder Schutz- und Wachhunde. Dazu hat der Dachverband der Hundezüchter Fédération Cynologique Internationale (FCI) sämtliche Hunderassen in Gruppen und Sektionen aufgeteilt.

Anhand dieser Gruppen teilen Züchterinnen Hunde in FCI-Gruppen ein, je nach ursprünglichem Zweck für den die Hunde gezüchtet wurden.

Bei vielen Rassen hat sich ihr Verwendungszweck bis zum heutigen Tag deutlich verändert. Mit der Zeit entstanden auf diese Art die klassischen Familienhunde.

Welche Hunderassen sind die besten Familienhunde?

Die Eigenschaften, die ein Familienhund mit sich bringen sollte, sind sehr unterschiedlich. Der Begriff Familienhund ist sehr dehnbar. Viele Menschen wünschen sich ein Tier, das sich geduldig, gutmütig und ruhig zeigt.

Gerade Familien mit Kindern wünschen sich Hunde, die friedlich mit den Kindern spielen. Sportliche Menschen suchen ein Tier, das sie beim Familienausflug begleiten kann. Gemütliche Familien wollen dann doch eher eine Rasse, die den Sonntag mit Eltern und Kindern auf der Couch vor dem Fernseher verbringt. Wohnt Ihre Familie in einem Haus, kann ein Hund nützlich sein, der zeitweilig Wachaufgaben übernimmt.

Wie Sie sehen, gibt es keine allgemein gültige Definition für den klassischen Familienhund. Allerdings gibt es einige Rassen, die den allgemeinen Ansprüchen vom Familienhund deutlich näher kommen als andere. Hier listen wir die Hunderassen auf die am besten als Familienhunde geeignet sind.

  • Labrador Retriever
  • Golden Retriever
  • Pudel
  • Eurasier
  • Berner Sennenhund

Labrador Retriever: geduldige Familienhunde

Der Labrador gilt als äußerst geduldiger Hund. Er ist bekannt für seine Ausgeglichenheit. In früheren Zeiten war er als Jagdhund beliebt. Geblieben davon ist seine Liebe zum Apportieren.

Dieser ruhige Hund ist lehrreich und arbeitswillig. Er liebt es, wenn er seinem Frauchen gefällt, und tut alles dafür. Darum benötigt dieser Hund Bewegung und sinnvolle Beschäftigung. Bewegung ist für ihn deshalb wichtig, weil er zu Übergewicht neigt.

Labrador Retriever: geduldige Familienhunde
Labrador Retriever: geduldige Familienhunde

Beim Labrador müssen Sie jedoch auf die Zuchtlinie achten. Während Hunde der Showlinie gemütlich und etwas kräftiger sind, präsentieren sich die Hunde der Arbeitslinie sehr schlank und muskulös.

Ein Hund der Arbeitslinie benötigt ungleich mehr Beschäftigung als einer der Showlinie. Sie sind deutlich nervöser und lechzen förmlich nach Aufgaben.

Golden Retriever für Familien mit Kindern

Der Golden Retriever ist ebenso wie der Labrador ein beliebter Familienhund. Er kommt ebenfalls aus dem Bereich der Jagd und ist ein typischer Apportierhund.

Retriever sind generell sanft und harmoniebetont. Diese Hunde sind ausgeglichen und geduldig. Sie wollen ihren Bezugspersonen gefallen, was bei der Erziehung sehr hilfreich ist.

Golden Retriever für Familien mit Kindern
Golden Retriever für Familien mit Kindern

Der Retriever liebt Sie als seine Familie und kommt mit Kindern jeden Alters gut aus. Er fügt sich in Ihre Familie optimal ein, solange Sie seine Bedürfnisse berücksichtigen. Retriever können sehr lebhaft sein und bleiben oft bis ins hohe Alter verspielt.

Pudel: intelligente und aktive Familienhunde

Man sieht es ihm nicht an, aber er war einst ein Jagdhund wie der Labrador und der Golden Retriever. Der Pudel war ein vielseitiger Arbeitshund, den Jägerinnen vor allem zur Wasserjagd einsetzten. Daher stammen die teils seltsam anmutenden Frisuren des Hunds.

Pudel: intelligente und aktive Familienhunde
Pudel: intelligente und aktive Familienhunde

War dieser Hund vor etwa 40 Jahren noch überall anzutreffen, sehen Sie ihn heute eher selten. Dabei gilt der Pudel als eine der intelligentesten Hunderassen. Davon zeugen seine Aufgaben bei der Jagd oder der komplizierten Arbeit mit den Fischern.

Im Mittelalter entdeckte ihn der Zirkus. Er ist sogar als Blindenhund hervorragend geeignet. Der Pudel ist bewegungsfreudig und braucht ausreichend geistige Auslastung.

Er liebt Aktivitäten mit Ihnen als Familie und ist dabei nicht fordernd. Dieser Hund zeichnet sich durch seine Anpassungsfähigkeit aus. Er ist freundlich und kommt mit jedem Lebensstil zurecht. Diese temperamentvollen Hunde unterschätzen immer noch viele Halterinnen.

Eurasier: ruhige, sensible Familienhunde

Der Eurasier entstand ursprünglich aus den asiatischen Rassen Samojede und Chow-Chow sowie dem europäischen Wolfsspitz. Eurasier sind sehr ruhig und verträglich. Sie passen sich sehr gut den unterschiedlichen Gegebenheiten an.

An ihren Familienmitgliedern hängen die Tiere sehr. Die Eurasier sind so sehr auf ihre Familie fixiert, dass sogar kurze Trennungen von Ihnen als Halterin für diese Hunde zum Problem werden. Der Eurasier will überall dabei sein, auch im Urlaub.

Eurasier: ruhige, sensible Familienhunde
Eurasier: ruhige, sensible Familienhunde

Zum Dank dafür zeigen sich diese sensiblen Hunde durch ein ausgeprägtes Sozialverhalten aus. Der Eurasier wird sofort erkennen, wenn es Ihnen schlecht geht, und reagiert darauf entsprechend.

Berner Sennenhund: gutmütige Familienhunde

Gemütlichkeit ist die Devise dieses kuscheligen Zeitgenossen. Der Berner Sennenhund stammt ursprünglich aus den ländlichen Gebieten der Schweiz. Hier bewachte er Haus, Hof und Tiere.

Diese Riesen sind liebevoll und gutmütig und die perfekten Familienhunde für Ihre Familie. Allerdings sind sie eher für Ihre Kinder geeignet, wenn diese bereits größer sind. Durch ihr Gewicht und ihre Größe kann eine stürmische Begrüßung mitunter unangenehm ausgehen.

Berner Sennenhunde führen Ihre Anweisungen nicht einfach aus. Sie denken mit und treffen mitunter ihre eigenen Entscheidungen. Sie benötigen daher eine gute Erziehung von Ihnen.

Berner Sennenhund: gutmütige Familienhunde
Berner Sennenhund: gutmütige Familienhunde

Jeder Hund hat eigenen Charakter

Ein Hund, der einer dieser Rassen angehört, muss jedoch nicht zwangsläufig ein optimaler Familienhund für Sie sein. Jeder Hund ist anders und hat einen eigenen Charakter. Oft sind sogar Hunde eines einzigen Wurfes sehr unterschiedlich.

Besonders wichtig ist daher, dass die Wahl Ihres Hunds wohl überlegt ist. Lassen Sie sich Zeit und handeln Sie keinesfalls spontan.

Wenn Sie einen Welpen zu sich nehmen möchten, suchen Sie in jedem Fall eine seriöse Züchterin. Sehen Sie sich die jungen Hunde genau an. Wie reagieren sie? Sind die Welpen eher ruhig oder eher aktiv?

Lassen Sie sich von der Züchterin beraten. Erzählen Sie ihr, was Sie von Ihrem zukünftigen Familienmitglied erwarten. Sie kennt ihre Hunde seit ihrer Geburt und kann sie gut einschätzen.

Welche Hunde für Kinder?

Gerade wenn kleine Kinder in Ihrer Familie sind, ist ein Welpe oft nicht die richtige Entscheidung. Hier ist es deutlich besser, wenn Sie einem Hund die Chance geben, der im Tierheim auf sein neues Zuhause wartet.

Viele dieser Tiere sind sehr gut sozialisiert und bestens erzogen. Tierheimmitarbeiterinnen wissen ganz genau, welcher Hund zu welchem Menschen passt. Zudem können Interessentinnen vorab beim gemeinsamen Spaziergang testen, ob Hund und Mensch zusammenpassen.

Mischlingshunde sind oft die besten Familienhunde

Natürlich muss es nicht unbedingt ein Rassehund sein. Sehr viele Mischlingshunde vereinen die positiven Eigenschaften ihrer Vorgänger und werden gerade deshalb hervorragende Familienhunde für Ihre Familie.

Es gibt zahlreiche Tiere, die nur auf ihre Chance warten sich als Ihr perfektes Familienmitglied zu präsentieren.

Welche Rasse als erster Hund?

Es gibt jedoch auch Hunderassen, die sich nicht als Familienhunde eignen. Das gilt insbesondere, wenn Sie sich zum ersten Mal für einen Hund entscheiden. Dann fehlt Ihnen natürlich die Erfahrung bei der Erziehung eines Hundes.

Deshalb sollten Sie bei der Wahl Ihres Hunds unbedingt darauf achten, dass Ihr Hund keinen ausgeprägten Jagdtrieb hat. Weimaraner, Irish Wolfhound, Ridgeback oder der Dackel haben zumeist nur eine Passion. Die Jagd liegt diesen Hunden im Blut.

Ein Hund mit starkem Jagdtrieb wird Sie in jeder Situation fordern. Wird er nicht entsprechend beschäftigt und ausgelastet, kann sich das in schweren Verhaltensstörungen manifestieren.

In einem Familienverbund kann das zu Problemen führen. Irgendwann landet Ihr Tier im Tierheim, weil Sie mit ihm überfordert sind.

Kinderlieber Wachhund gesucht?

Ausgesprochene Wachhunde sind ebenso keine optimalen Familienmitglieder. Beinahe jeder Hund hat ein klein bisschen Wachhund in sich. Ist der Trieb jedoch zu stark, kann es schnell zu unangenehmen Situationen kommen.

Ihr Hund kann beginnen, Mitglieder Ihrer Familie gegenüber anderen zu beschützen. Das kann mitunter sogar gefährlich werden. Einige Rassen eignen sich daher nur sehr bedingt für Sie als Familienhunde.

Vorsicht ist geboten beim Dobermann und Rottweiler. Und auch der Deutsche Schäferhund kann bei Kindern ebenso schwierig sein. Weiterhin ist die Gruppe der Herdenschutzhunde nicht unbedingt als Familienhund geeignet. Diese können schon aufgrund ihrer Größe für Ihre Kinder zur Gefahr werden.

Kleinsthunde sind kein Spielzeug für Kinder

Kleine Hunde sind ebenso nicht empfehlenswert für Kinder. Diese Tiere haben nicht selten ein Problem mit den unkoordinierten Bewegungen von Kleinkindern.

So meiden Kleinsthunde wie etwa Chihuahua und Yorkshire Terrier häufig Kinder oder versuchen, diese von sich fernzuhalten. Das äußert sich dann in Bellorgien. Gelegentlich können die Zwerge auch ganz ordentlich zubeißen.

Hunde, die nur eine Bezugsperson akzeptieren, sind ebenso wenig für Ihre Familie geeignet. Es gibt Hunde, die sich sehr stark auf eine Person konzentrieren. Diese Eigenschaft sagt man vor allem dem Chow-Chow und dem Kromfohrländer nach.

Innerhalb Ihrer Familie könnte dieses Verhalten schwierig werden. Es gilt daher, bei der Erziehung Ihres Hunds unbedingt darauf zu achten.

Gibt es den besten Familienhund?

Ganz egal, für welchen Hund Sie sich letztendlich entscheiden, vergessen Sie nie, ein paar Punkte zu beachten:

  • Informieren Sie sich im Vorfeld gut. Entscheiden Sie in aller Ruhe und vor allem gemeinsam mit Ihrer Familie. Es macht keinen Sinn, wenn Ihr Hund nur von einer Person gewünscht wird.
  • Ihr Hund braucht Erziehung. Je nach Rasse muss diese manchmal konsequenter ausfallen. Im besten Fall ziehen alle Familienmitglieder am gleichen Strang.
  • Kinder brauchen ebenso Erziehung. Bringen Sie vor allem kleinen Kindern bei, dass jeder Hund eine Privatsphäre braucht. Er darf nicht beim Schlafen oder Fressen gestört werden und keinesfalls dürfen Sie Quälereien akzeptieren.
  • Haben Sie sich schon einen Namen für Ihren Hund überlegt? Passende Hundenamen finden Sie hier, jeweils mit Bedeutung.

Lassen Sie Ihre Kinder und Ihren Hund nie zu viel gemeinsam tollen. Gerade bei aktiven und temperamentvollen Hunden kann das schnell böse ausgehen. Generell dürfen Ihr Hund und Ihr Kind nie unbeaufsichtigt sein.

Beste Familienhunde: Welche Rassen am besten für Familien?
Beste Familienhunde: Welche Rassen am besten für Familien?

Geben Sie dem Hund die Chance, sich in aller Ruhe in Ihren Familienverband zu integrieren. Haben Sie Geduld und geben Sie nicht zu schnell auf. Mit viel Liebe kann aus fast jedem Hund ein guter Partner für Ihre Familie werden.

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