Dürfen Hunde Pilze essen?

Pilze sind das zweitgrößte Organismenreich der Erde, nach den Tieren. Es gibt etwa sechs- bis zehnmal mehr Pilzarten als Pflanzen. Schätzungen zufolge soll es bis zu 5 Millionen Pilzarten weltweit geben.

Die beliebtesten essbaren Pilze sind hierzulande Champignons, Steinpilze, Maronen und Pfifferlinge. All diese Sorten können Sie sogar selbst in unseren heimischen Wäldern sammeln.

Pilze für Hunde

Neben der Regionalität haben Pilze in puncto Gesundheit viel für Sie und Ihren Vierbeiner zu bieten. Sie liefern unter anderem Eiweiß und Vitamine. Gleichzeitig sind Pilze fett- und kalorienarm.

Von den positiven Auswirkungen auf den Körper profitiert Ihr Hund. Bereits seit Jahrtausenden verzehren Mensch und Tier gerne Pilze und Heilpilze aufgrund ihrer tollen Eigenschaften.

Hunde dürfen Pilze essen

Damit Ihr Vierbeiner keine Magenbeschwerden oder gar Vergiftungen bekommt, gibt es einige Punkte zu beachten.

Ihr Hund darf die folgenden Pilzarten fressen:

  • Pfifferlinge
  • Austernpilze
  • Champignons
  • Steinpilze
  • Maronen
  • sowie alle weiteren Arten, die Menschen bedenkenlos verzehren können

Pilze nehmen sehr leicht Schadstoffe auf. Gerade deswegen gelten Sie für Mensch und Tier als besonders gesund. Die Zellen der Pilze sind in der Lage, die aufgenommenen Stoffe wieder abzubauen. Diese entgiftende Wirkung können Sie nicht nur für sich, sondern ebenso für Ihren Hund nutzen.

Gut verträgliche Heilpilze sind:

  • Shiitake
  • Maitake
  • Königstrompete
  • Löwenmähne

Wenn Hunde Pilze essen

Beginnen Sie bei der Fütterung Ihres Lieblings in jedem Fall erst einmal mit kleinen Mengen. Das gilt vor allem für Heilpilze. Durch das enthaltene Chitin und ihre große Menge an Ballaststoffen kann Ihr Hund die Pilze im rohen Zustand oft schwer verdauen.

Viele Menschen und Tiere haben nach dem Essen von rohen Pilzen Beschwerden. Dazu gehören Durchfall, Blähungen und Magenschmerzen. Richtig zubereitet und verabreicht haben Pilze aber sogar eine unterstützende Wirkung für die Verdauung.

Die in Pilzen enthaltenen Enzyme sind wichtig für verschiedene Aufgaben innerhalb des Magen-Darm-Trakts. Die Enzyme Lipase, Amylase und Protease sind verantwortlich für die Verdauung von Fetten und Proteinen. Mit ihrer Wirkung reinigen sie die Blutbahn Ihres Hunds und versorgen ihn mit Energie.

Vorsicht: Giftige Pilze für Hunde

Wenn Sie Pilze selbst sammeln möchten, sollten Sie sich vorher gut informieren. Lesen Sie sich in die Thematik ein. Bei Pilzen besteht eine hohe Verwechslungsgefahr. Insbesondere fällt es Laien sehr schwer damit ähnliche Pilzarten voneinander zu unterscheiden. Zudem ist es für den ungeübten Sammler schwer zu erkennen, welche Pilze giftig und welche genießbar sind.

Es gibt aus diesem Grund für Sammler mit wenig Erfahrung Kontrollstellen für Pilze. Dort können Sie Ihren Fund begutachten lassen. Experten sagen Ihnen dann, welche Ihrer gesammelten Pilze giftig sind. Und welche mit gutem Gewissen auf dem Teller oder im Hundenapf Ihres Lieblings landen können.

Pilze in Bio-Qualität kaufen?

Wichtig ist die Qualität der Pilze. Stark behandelte Pilze aus dem Supermarkt können mit vielen Schadstoffen belastet sein. Durch die guten Speichereigenschaften des Pilzes ist das gefährlicher als bei anderen Lebensmitteln.

Achten Sie deshalb darauf Bio-Pilze zu kaufen. Diese behandeln Züchter weniger oder gar nicht mit Pflanzenschutzmitteln. Die Pilze speichern dementsprechend weniger Schadstoffe.

Am besten für den Verzehr eignen sich selbst gesammelte Pilze aus dem Wald. Diese sind erst gar nicht mit Pestiziden in Berührung gekommen. Allerdings können diese Pilze eher mit radioaktiven Isotopen belastet sein. So sammle ich persönlich seit dem Jahr 1986 keine Maronen mehr im Wald. Damals setzte das Reaktorunglück in Tschernobyl eine radioaktive Wolke frei.

Dürfen Hunde gebratene Pilze essen?

Es ist gut möglich, dass Ihr Hund den Geschmack von Heilpilzen und einigen anderen Pilzarten nicht mag. Vor allem Heilpilze schmecken ziemlich bitter und sind daher bei vielen Vierbeinern nicht besonders beliebt.

In diesem Fall können Sie die Pilze garen, braten oder dünsten. Oder Sie mischen die gegarten Pilze als Brühe unter das Futter. Um die Pilze besser verdaulich zu machen, sollten Sie sie immer schmoren, braten oder kochen. Hier empfehlen Experten eine Garzeit von ca. 15 Minuten.

Dürfen Hunde Pilze essen?
Dürfen Hunde Pilze essen?

Achten Sie darauf, dass Ihr Hund gründlich kaut und langsam frisst. Das hilft ebenfalls bei der Verdauung. Wenn Sie diese Tipps beachten, sind Pilze für Ihren Hund ein Lieferant für gesunde und wichtige Nährstoffe. Oder Sie verwenden anderes Gemüse, das Hunde essen dürfen.

Gratis Spickzettel bekommen

Tragen Sie hier Ihre E-Mail-Adresse ein. Und Sie bekommen den praktischen Spickzettel mit verbotenen Lebensmitteln gratis für Ihren Hund.

Was dürfen Hund nicht fressen?

Dogco bei Pinterest entdecken

Dogco Logo
Scroll to Top