Dürfen Hunde Physalis essen?

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Physalis sind klein, orange und haben einen besonderen Geschmack. Wenn das Obst nicht so teuer wäre, würde es sich fast als ideales Leckerli für Ihren Hund eignen.

Doch können Hunde Physalis ebenfalls genießen oder können die Früchte sogar gesundheitliche Probleme verursachen? Das werden wir uns in diesem Blogpost genauer ansehen.

Physalis sind immer häufiger in unseren Gärten zu finden. Hunde könnten die Beeren also jederzeit fressen. Darum sollten Sie als Hundehalterin genau über die Beere Bescheid wissen.

Sind Physalis für Hunde giftig?

Bei Physalis für Hunde ist die Antwort klar und einfach. In keinem Fall darf Ihr Hund Physalis essen. Denn Physalis ist ein Nachtschattengewächs und enthält Solanin und Lektine.

Bei Hunden kann der Verzehr von rohen Früchte zu schweren Vergiftungserscheinungen führen, bis hin zum Tod. Denn Physalis gehört zu den Nachtschattengewächsen. Wie Tomaten oder Kartoffeln enthält sie Solanin. Dieses Alkaloid enthalten vor allem die grünen Teile der Pflanze.

Reife Früchte enthalten weniger Solanin, sodass kleinere Mengen reifer Physalis keinen Schaden anrichten. Trotzdem sollten Sie vom Füttern absehen.

Die Früchte kommen aus Südamerika

Aber fangen wir vorne an. Die Physalis peruviana zählt zu den Blasenkirschen und damit zu den Nachtschattengewächsen. Andere Namen für sie sind Kapstachelbeere, Andenbeere, Andenkirsche und Peruanische Blasenkirsche.

Die Physalis stammt aus Südamerika. In Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Bolivien und Peru hat sie ihr Hauptvorkommen.

Physalis erreichen eine Wuchshöhe von rund einem halben bis zwei Meter. Die starkwüchsige Staude bildet lange Rhizome aus. In ihrer Heimat ist die Physalis mehrjährig.

In unseren Gärten ist Physalis peruviana eine einjährige Sommerpflanze. Aufgrund ihrer Herkunft sind Physalis frostempfindlich. Die Lampionblume (lat. Physalis alkekengi) übersteht hingegen unsere Temperaturen im Winter. Allerdings ist diese Sorte eher als Zierpflanze bekannt.

Physalis sind auch mit der Tomatillo (lat. Physalis philadelphica) verwandt, die häufig in der mexikanischen Küche verwendet wird.

Pflanze mit dekorativen Früchten

Herzförmige Blätter und weiche, behaarte Stängel zeichnen die krautige Pflanze aus. Ihre unscheinbaren Blüten sind gelb und schwarz. Nach etwa acht bis neun Wochen bilden sich dort, wo die Blüten waren, grüne Laternen.

Zur Erntezeit verfärben sich diese Laternen orange bis hellbraun. In ihnen befinden sich die Früchte. Sie sind etwa so groß wie eine Cocktailtomate. Dabei sind sie gelb bis orange gefärbt. Die Physalis haben einen süß-säuerlichen Geschmack, der ein wenig herb sein kann.

Physalis enthält viel Vitamin C

In früheren Zeiten war die Andenbeere vor allem bei Seefahrern sehr beliebt. Denn ihr hoher Gehalt an Vitamin C bot eine hervorragende Prophylaxe gegen Skorbut. Neben Vitamin C zeichnet sie sich durch große Mengen von Carotin aus.

Des Weiteren enthält die Beere Vitamine des B-Komplexes, Vitamin E sowie Folsäure und Retinol. Ihre Mineralstoffe können sich sehen lassen. Allen voran Kalium und Phosphat. Fett enthält die Frucht so gut wie keines.

Mein Hund hat Physalis gefressen, was tun?

Falls Ihr Hund in einem unbeobachteten Moment ein paar Physalis gefressen hat, muss das noch nichts Schlimmes bedeuten. Erwischt Ihre Fellnase eine oder zwei Beeren, so wird ihm das nicht schaden.

Eine reife Physalis enthält zwar immer noch Solanin, die Gefahr einer Vergiftung ist jedoch gering. Das gilt zumindest dann, wenn Ihr Hund keine Unmengen der Früchte frisst.

Fragen Sie im Zweifelsfall bei Ihrer Tierärztin nach. Sollten Sie jedoch erste Symptome einer Vergiftung bemerken, dann sollten Sie Ihren Hund unbedingt zu Ihrer Tierärztin bringen.

Symptome einer Vergiftung durch Solanin

Frisst Ihr Hund unreife Physalis, besteht für ihn die Gefahr einer Solanin-Vergiftung. Erste Symptome sind:

  • Magenschmerzen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall (dieser kann blutig sein)
  • Zittern
  • Muskelkrämpfe

Erwischt Ihr Hund eine große Menge der Früchte, können seine Symptome deutlich schlimmer ausfallen. Dies können sein:

  • Blutiger Urin
  • Atembeschwerden
  • Muskelschwäche
  • Lähmungserscheinungen

In Folge kann es zu Nierenversagen, Atem- oder Herzstillstand oder dem Auflösen der roten Blutkörperchen kommen.

Kerne der Physalis führen zu Durchfall

Eine einzige Frucht der Physalis enthält rund 150 Kerne. Diese sind reine Ballaststoffe. Sie können bei Ihrem Hund abführend wirken. Es ist also möglich, dass Ihr Hund bereits nach dem Fressen von ein oder zwei Beeren Durchfall bekommt.

Lektine und Leaky Gut

Neben Solanin enthalten Nachtschattengewächse sogenannte Lektine. Diese Stoffe sind Proteine, die im Verdacht stehen, für Mensch und Tier schädlich zu sein. Also auch für Ihren Hund. So sollen Lektine das Leaky-Gut-Syndrom begünstigen. Leaky Gut bedeutet „löchriger Darm“.

Der Leaky Gut ist schulmedizinisch nicht anerkannt. Man geht jedoch davon aus, dass eine Entzündung der Darmschleimhaut vorliegt. Das sorgt für mikroskopisch kleine Löcher im Darm. Durch sie gelangen Schadstoffe in den Körper. Die natürliche Darmbarriere ist gestört.

Physalis im eigenen Garten

Falls Sie in Ihrem Garten Physalis ziehen möchten, sollten Sie einiges beachten. Physalis sind einjährig und können in einem Topf gezogen werden. Das hat den Vorteil, dass Sie die Staude erhöht aufstellen können. So gelangt Ihr Hund nicht zur Pflanze und er kann keine Beeren mopsen.

Sollten Sie diese Möglichkeit nicht haben, sichern Sie die Pflanze. Ein kleiner Zaun kann das Leben Ihres Hunds retten. Das gilt vor allem für neugierige Junghunde oder Welpen.

Einem erwachsenen Hund kann in der Regel beigebracht werden, wo er naschen darf. Verlassen sollten Sie sich nicht darauf.

Welche Beeren dürfen Hunde nicht essen?

Grundsätzlich sind Beeren für Hunde eine willkommene Abwechslung im Speiseplan. Sie sind gesund. Himbeeren, Erdbeeren oder Heidelbeeren enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe. Diese sind für Ihren Vierbeiner sehr wichtig.

Außerdem finden sich Ballaststoffe in den kleinen Früchten. Sie sind wichtig für die Verdauung. Dennoch gibt es einige Lebensmittel wie Obst und Gemüse, die Hunde nicht essen dürfen. Viele weitere Informationen finden Sie in diesen Beiträgen:

Fazit: Physalis gehören nicht in den Futternapf

Da die Beere zunehmend Einzug in unsere Gärten findet, müssen Sie besonders vorsichtig sein. Ein ungewollter Verzehr kann schlimme Folgen nach sich ziehen.

Dürfen Hunde Physalis essen? Tipps zur Kapstachelbeere
Dürfen Hunde Physalis essen? Tipps zur Kapstachelbeere

Verzichten Sie darauf, Physalis für Ihren Hund zu kaufen. Es gibt sehr viele Obstsorten wie Bananen, Äpfel oder auch Birnen, die für Ihren Hund deutlich besser verträglich sind. Zudem ist heimisches Obst deutlich kostengünstiger.

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