Dürfen Hunde Muscheln essen?

Muscheln zählen zu den Weichtieren und leben sowohl im Süß- als auch im Salzwasser. Kulinarisch zählt man sie zu den Meeresfrüchten.

Muscheln haben sehr harte, zweiteilige Schale. Diese Schalen sind nicht genießbar. Sondern nur der weiche Körper im Inneren ist für den Verzehr geeignet.

Das gilt zumindest für uns Menschen. Wie sieht es bei unseren Hunden aus? Fisch darf Ihr Hund ja essen. Aber dürfen auch Muscheln in den Hundenapf?

Miesmuscheln für Hunde?

Es gibt zahlreiche Muschelarten, die in Flüssen, Seen und Meeren leben. Die Miesmuschel ist mit Sicherheit die bekannteste Speisemuschel. Danach folgen Venusmuscheln, Jakobsmuscheln und Austern. Insbesondere für Hunde sind grüne Muscheln interessant. Die gibt es allerdings nicht frisch, sondern als Muschelpulver.

  • Miesmuscheln sind schwarz. Auf einer Seite sind sie rund, auf der anderen laufen sie spitz zusammen. Sie wachsen an Pfählen und Sie können sie in den Gezeitenbereichen der Meere finden.
  • Venusmuscheln kennen Sie vielleicht durch ihre typische Herzform. Sie sind ebenfalls beliebt und kommen in Küstennähe vor. Sie bevorzugen sandigen Untergrund.
  • Die Jakobsmuschel zählt zu den exklusiven Meeresfrüchten. Sie kommt im Mittelmeer und an der europäischen Atlantikküste vor.
  • Und die Auster ist die Königin unter den Schalentieren. Von außen ist sie nicht besonders ansprechend. Ihr Fleisch gilt jedoch als Delikatesse. Man verzehrt sie roh.

Muschelfleisch ist gesund für Hunde

Ebenso wie Fisch sind Muscheln sehr gesund und kalorienarm. Die Meeresfrüchte bestehen zu einem großen Teil aus Wasser. Nimmt man die Miesmuschel als Beispiel, enthalten 100 Gramm Muscheln rund 10 Gramm Protein und 2 Gramm Kohlenhydrate.

Muscheln sind reich an Vitaminen der B-Gruppe sowie an Vitamin C und E. Daneben enthalten Sie Eisen, Magnesium, Kalzium, Kalium, Phosphor und Natrium.

Leider sind Muscheln dennoch kein unproblematisches Lebensmittel. Je nach Wasserqualität des Herkunftsortes können die Schalentiere stark mit Umweltgiften belastet sein.

Ein weiterer bedenklicher Aspekt ist die Nahrung der Muscheln. Sie ernähren sich von Algen. Diese können mitunter chemische Substanzen enthalten, die bei uns Menschen zu Vergiftungserscheinungen führen können.

Muschelvergiftungen können tödlich enden

Typische Symptome für derartige Vergiftungen können kribbelnde Lippen und Lähmungen im Gesicht sein. Es kann jedoch sogar zu Lähmungen von Armen und Beinen und im schlimmsten Fall der Atemmuskulatur kommen.

Eine Muschelvergiftung dürfen Sie keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. Sie kann lebensbedrohend sein. Um diese Gefahr zu vermeiden, kommen nur Muscheln in den Handel, die Labore auf giftige Substanzen getestet haben.

Muscheln für Hunde, gekocht sind sie gesund
Muscheln für Hunde, gekocht sind sie gesund

Muscheln bergen aber noch eine andere potenzielle Gefahr. Sie gelten als Allergieauslöser. Gerade von Austern ist diese Eigenschaft bestens bekannt.

Muscheln für Hunde?

Grundsätzlich sind Muscheln und Miesmuscheln für Ihren Hund sehr gesund. Und Sie dürfen gerne Muscheln füttern. Wichtig ist jedoch, dass Sie die Herkunft der Muscheln kennen.

Eine Muschelvergiftung kann Ihren Hund genauso treffen wie Sie. Egal ob Sie Muscheln für sich selbst oder für Ihren Hund kaufen, achten Sie daher immer auf die entsprechende Qualität.

Vorsichtig sollten Sie sein, wenn Ihr Hund zu Allergien neigt. Verzichten Sie dann lieber völlig auf die kleinen Meerestiere. Wenn allerdings keine Bedenken vorliegen und Sie Ihrem Liebling diese Spezialität gönnen möchten, beginnen Sie mit einer kleinen Menge.

Verträgt Ihr Hund die Muscheln gut, darf er ab und zu davon fressen. Halten Sie eine Muschelfütterung jedoch stets in Grenzen.

Für Hunde nur gekochte Muscheln

Tabu sind allerdings rohe Muscheln. Das gilt vor allem für Austern. Doch das wäre sowieso äußerst exklusives Futter. Sie sollten alle Schalentiere vor dem Verfüttern an Ihren Hund kochen.

Waschen Sie dazu die Muschelschalen gut. Offene Muscheln sollten Sie sofort entsorgen. Denn durch bereits verdorbenes Muschelfleisch können Sie und Ihr Vierbeiner schnell eine Eiweißvergiftung bekommen. Danach können Sie die Muscheln in Wasser kochen, bis sie sich öffnen.

Sind die Schalen geöffnet, sind die Muscheln gar und können aus der Schale gelöst werden. Nun können Sie das Muschelfleisch für Ihren Hund weiter zubereiten.

Dürfen Hunde Muscheln essen? Meeresfrüchte wie Miesmuscheln
Dürfen Hunde Muscheln essen? Meeresfrüchte wie Miesmuscheln

Grüne Muscheln für Hunde

Aus Neuseeland stammen sogenannte grüne Muscheln. Eigentlich heißen sie Grünlippmuscheln. Daraus wird ein Pulver gewonnen, das insbesondere gegen Gelenkbeschwerden hilft. Hier finden Sie den ausführlichen Artikel “Grünlippmuschel für Hunde“.

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