Honig für Hunde?

Wussten Sie, dass Hunde Honig essen dürfen? Die Frage in der Überschrift lässt sich mit einem ganz klaren Ja beantworten.

Honig werden viele magische Heilkräfte zugeschrieben, die sich bis heute nicht genau erklären lassen. Behalten Sie jedoch den hohen Kaloriengehalt im Auge. Und sorgen Sie mit Zahnpflegen bei Ihrem Hund dafür, dass der Zucker nicht zu Karies führt.

Dürfen Hunde Honig essen?

In der freien Wildbahn können gelegentlich Wölfe beobachtet werden, die Bienenwaben plündern, sobald sie an diese herankommen.

Auch der Großteil unserer Vierbeiner kann dem süßen Honig kaum widerstehen.

Der hohe Energiegehalt macht Honig ideal als Ergänzungsfutter für kranke Hunde, zum Beispiel bei Durchfall. Und falls sich Ihr Hund von einer schweren Krankheit erholt, ist Honig ebenfalls ideal.

Honig liefert schnelle Energie und hilft dem Hund wieder fit zu werden. Gleichzeitig kann er Mangelerscheinungen ausgleichen.

Honig-Frühjahrskur und Heilmittel

Seit Jahrtausenden spielt Honig eine große Rolle im Leben der Menschen. Wie lange er von uns bereits genutzt wird, ist nicht bekannt. Bevor die Menschen den Zucker industriell herstellen konnten, war Honig das einzige Süßungsmittel.

Honig als süße Leckerei und Heilmittel
Honig als süße Leckerei und Heilmittel

Beliebt ist er auch in der Naturheilkunde, denn Honig hat viele positive Wirkungen auf die Gesundheit. Dies gilt nicht nur für uns Menschen, sondern auch für unsere Hunde.

Manche Hundebesitzer schwören sogar auf eine Honig-Frühjahrskur. Dazu geben Sie Ihrem Hund acht Wochen lang einmal täglich ein bis zwei Teelöffel Honig ins Futter. Die Menge variiert natürlich je nach Größe des Hundes.

Wenn Sie den Honig nicht ins Futter geben möchten, kann der Hund ihn auch mit etwas Joghurt oder Quark vermischt naschen.

Honig als Hausmittel, wenn Hund Husten hat

Ideal ist Honig bei Erkältungserkrankungen wie Husten, Bronchialleiden oder Schnupfen. Honig kann bei Verdauungsproblemen helfen. Daneben regt er den Stoffwechsel an.

Weitere Rezepte mit Honig für Hunde finden Sie hier:

Bienen produzieren das wertvollste Lebensmittel

Bienen sammeln Blütennektar und mischen diesem Enzyme bei, die dessen Zusammensetzung verändern. Der entstandene Saft wird in Waben im Bienenstock gespeichert und reift dort zu Honig heran.

Bienen legen Waben für den Honig an
Bienen legen Waben für den Honig an

Ist der Honig fertig und eingedickt, werden die Waben von den Bienen mit einer Wachsschicht überzogen. Nun kann er vom Imker geerntet werden. Dies geschieht mithilfe unterschiedlicher Techniken.

Welcher Honig ist gut für den Hund?

Die Zahl der Honigsorten ist groß. Grundsätzlich unterscheiden Imker zwischen Blütenhonig und Honig aus Honigtau. Dazu gehören Honigsorten wie:

  • Akazienhonig
  • Rapshonig
  • Manuka-Honig
  • Eukalyptushonig
  • Thymianhonig
  • Moltebeerhonig
  • Waldhonig
  • Tannenhonig

Diese verschieden Arten unterscheiden sich vor allem durch Farbe, Konsistenz und natürlich durch den Geschmack. Blütenhonige sind meist goldfarben, cremig und haben einen fruchtigen Geschmack. Dagegen sind Wald- oder Tannenhonig dunkel, flüssiger und sehr würzig im Geschmack.

Je nach Region und den dort wachsenden Pflanzen entwickelt Honig seinen charakteristischen Geschmack und seine spezielle Wirkung.

Honigsorten mit unterschiedlicher Farbe, Konsistenz und Geschmack
Honig mit unterschiedlicher Farbe, Konsistenz
und Geschmack

Honig besteht zu 75 Prozent aus einem Gemisch aus Glucose und Fruktose. Er enthält außerdem 20 Prozent Wasser und je nach Sorte weitere Zuckerarten. Je nach Art des Honigs enthält er Mineralstoffe wie Kalzium, Natrium und Kalium, Enzyme, Aminosäuren, Spurenelemente und Vitamine.

Durch den hohen Zuckergehalt ist er beinahe unbegrenzt haltbar und hat einen hohen Energiegehalt.

Denken Sie bei purem Zucker an die Zähne?

Wenn Sie jetzt der Meinung sind, dass Honig für den Hund nicht ideal ist, weil er aus purem Zucker besteht, dann haben Sie schon Recht. Deshalb müssen Sie unbedingt vermehrt auf die Zahnpflege achten.

Gerade dann, wenn Ihr Hund regelmäßig Honig zum Futter bekommt, sollten Sie danach seine Zähne gründlich säubern, um Karies vorzubeugen. Zwischendurch ist aber ein Stück Karotte ideal um den Zucker zu neutralisieren. Das Zähneputzen können Sie damit jedoch nicht ersetzen.

Honig Bestandteile wie Glucose, Fructose und Enzmye
Honig Bestandteile wie Glucose, Fructose und Enzmye

Honig als Heilmittel äußerlich anwenden

Honig ist bekannt für seine desinfizierende und heilende Wirkung, die bereits von den Ägyptern und den alten griechischen Medizinern genutzt wurde.

Der Grund für diese Wirkung sind antimikrobielle Stoffe, die im Honig enthalten sind. Beim Manuka Honig ist das der Stoff Methylglyoxal. Er entsteht, wenn Zucker abgebaut wird.

Hat der Hund eine Wunde, ein Ekzem oder Abszess kann Manuka Honig als Heilmittel helfen, dies rasch zu heilen. Honig wirkt, indem er die Zellteilung beschleunigt und durch seine wasserentziehende Wirkung nässende Wunden austrocknet.

So kann medizinischer Honig sogar direkt auf nässende Hautverletzungen aufgetragen werden. Sie sollten die Körperstelle dann allerdings gut verbinden. Denn die meisten Hunde lassen den Honig nicht lange auf der Wunde und lecken ihn lieber ab.

Wobei Honig zwar als Naturheilmittel bezeichnet werden darf, aber nicht als Arzneimittel. Das verbietet das Lebensmittelrecht. Dennoch bin ich mir nicht sicher, ob die Honigverordnung dem uralten Lebensmittel mehr nützt als schadet.

So definierte die EU-Kommission Pollen als natürlichen Bestandteil von Honig.
Mit diesem Trick gilt Honig nicht als gentechnisch verändertes Lebensmittel, weil der Anteil an Pollen immer unter dem Grenzwert von 0,9 % liegt. Selbst wenn alle Pollen eines Honigs von gentechnisch verändertem Mais stammen, darf der Honig als gentechnikfrei verkauft werden.

Honig für Hunde: Vorteile als Hausmittel gegen Husten
Honig für Hunde: Vorteile als Hausmittel gegen Husten

Das Positive an diesem Hausmittel ist, dass es keinerlei negative Wirkung von Honig oder Nebenwirkungen gibt. Ob innerlich oder äußerlich angewendet, ist Honig in jedem Fall nicht schädlich für Ihren Hund. Es sei denn, Ihr Hund reagiert allergisch auf Pollen, die in geringer Konzentration im Honig enthalten sein können.

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