Dürfen Hunde Haselnüsse essen?

Haben Sie auch als Kind Haselnüsse von den Sträuchern gepflückt und geknackt?

Die kleinen Nüsse sind vor allem in der Süßspeisenküche beliebt. Unsere Hunde essen ebenfalls gerne Haselnüsse, manchmal sogar mit Schale.

Doch ist die Fütterung von Haselnüssen wirklich eine gute Idee? Hier sehen wir uns Haselnüsse genauer an.

Haselnüsse für Hunde?

Grundsätzlich dürfen Hunde Haselnüsse essen. Für Hunde, die keine Allergie auf Haselnüsse haben, gelten die Nüsse als gut verträglich. Viele Vierbeiner schätzen Haselnüsse sogar sehr. Haselnüsse enthalten jedoch rund 60 Prozent Fett. Daneben bestehen sie zu 14 Prozent aus Eiweiß und sind reich an B Vitaminen sowie Kalzium und Kalium.

Allerdings müssen Sie bei Haselnüsse auf drei Gesundheitsrisiken achten:

  • Haselnüsse haben eine problematische Größe. Eigentlich sind die runden Nüsse zu klein, um zerkaut zu werden. Deshalb schlucken viele Hunde die ganze Nuss unzerkaut runter. Vor allem bei kleinen Hunden können sich ganze Haselnüsse in der Speiseröhre festsetzen. Auch bei mittelgroßen und größeren Hunden können unzerkaute Haselnüsse zu Schwierigkeiten im Magen-Darm-Trakt führen.
  • Der hohe Fettgehalt bedeutet, dass Haselnuss zu 60 Prozent aus Kalorien bestehen. Falls Ihr Hund abnehmen soll, sind Haselnüsse nicht geeignet.
  • Das dritte Risiko ist, dass Haselnüsse Allergien auslösen können. Hunde reagieren ganz unterschiedlich auf Haselnüsse. Die allergischen Symptome reichen von Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Durchfall und Erbrechen über Ausschlag und Schwellungen bis hin zu Haarausfall und Entzündungen.

Aufgrund des hohen Fettgehalts und der Größe empfiehlt es sich, Haselnüsse nur in kleinen Mengen und in zerkleinerter Form zu verfüttern. Mischen Sie gemahlene Haselnüsse unter das Futter oder hacken Sie die Nüsse klein.

Haselnüsse können Allergien auslösen

Daneben haben Haselnüsse ein relativ hohes Allergiepotenzial. Daher ist es wichtig, dass Sie zuerst testen, ob Ihr Hund Haselnüsse verträgt. Dazu geben sie ihm nur ein wenig einer geriebenen oder gehackten Haselnuss.

Beobachten Sie Ihr Tier anschließend ganz genau. Sollte Ihr Hund die Nüsse gut vertragen, können Sie Ihrem Vierbeiner gerne mehr davon füttern. Steigern Sie dazu die Menge langsam.

Nüsse sollten Sie nicht unbedacht an Ihren Liebling verfüttern. Das ist bei der Haselnuss nicht anders als bei vielen anderen Nüssen.

Falls Ihr Hund zu Allergien neigt, sollten Sie auf die Fütterung von Haselnüssen besser verzichten.

Haselnüsse aus dem eigenen Garten

Nüsse sind ein hervorragender und äußerst gesunder Snack. Einige dieser köstlichen Kerne wachsen sogar in unseren heimischen Gärten. Während Walnüsse auf hohen, großen Bäumen wachsen, finden sich Haselnüsse auf einem Strauch.

Die Haselnuss bevorzugt warme Lagen. Haselnusssträucher findet man in Auenwäldern oder in Laubwäldern. Hier stehen sie gerne am Waldrand, in lichten Regionen oder an Feldhecken. Haselnuss oder Hasel kultivieren die Menschen zudem gerne in ihren Gärten.

Die Nuss ist der kleine, runde Samen der Haselnusspflanze. Sie liegt in einer Fruchthülle mit gezackten Rändern. Wenn die Nüsse reifen, trocknet diese Hülle. Die Nüsse liegen langsam frei.

Doch Haselnuss ist keinesfalls gleich Haselnuss. Es gibt rund 100 verschiedene Sorten der Kulturhasel.

Wie gesund ist Haselnuss für Hunde?

Ihre Heimat hat die Haselnuss in Europa und Kleinasien. Bereits in der Antike waren die kleinen, runden Kerne äußerst beliebt. Sie dienten als nahrhaftes Lebensmittel.

Später erkannte und nutzte man die Heilkraft der Nüsse. Der Großteil der heute im Handel erhältlichen Haselnüsse stammt aus der Türkei oder Italien.

Haselnüsse mit Schale
Haselnüsse mit Schale

Haselnüsse sind wahre Kraftpakete. Der Grund dafür ist ihr hoher Fettgehalt. Das Fett besteht hauptsächlich aus einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Rund 14 Prozent der Nuss bestehen aus Proteinen. Die Nüsse liefern Vitamine der B-Gruppe und Vitamin E. Zusätzlich enthalten sie Mineralien wie Kalzium, Magnesium, Eisen, Phosphor und Zink.

Hunde mit Übergewicht sollten auf Haselnüsse verzichten

Wenn Ihr Hund Haselnüsse gut verträgt, darf er sie trotzdem keinesfalls zu oft und in zu großen Mengen fressen. Der hohe Fettgehalt der Nüsse ist nicht zu unterschätzen. Verzichten Sie besser völlig auf die kleinen Nüsse, wenn Ihr Liebling Übergewicht hat.

Leidet Ihr Hund an Appetitmangel, kann die Haselnuss durch den hohen Fettgehalt gute Dienste leisten. Ebenso während der Rekonvaleszenz. Hier kann die Haselnuss Ihrem Vierbeiner Kraft und Energie liefern. Der Vitamingehalt wirkt sich ebenso positiv auf ihn aus.

Reife Haselnüsse an der braunen Farbe erkennen

Wenn Sie für Ihren Hund Haselnüsse aus dem eigenen Garten pflücken möchten, sollten Sie darauf achten, dass diese wirklich reif sind. Schütteln Sie dazu den Stamm. Reife Früchte fallen dann vom Strauch. Anschließend müssen Sie die harte Schale knacken, um an die nahrhaften Kerne zu kommen.

Wenn Sie Nüsse kaufen, achten Sie auf Qualität. Greifen Sie wenn möglich zu Lebensmitteln in Bio-Qualität.

An sich sind Haselnüsse für Hunde ein gesunder Snack. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass jedes Lebensmittel mit diesen Nüssen für Ihren Vierbeiner gesund ist.

Füttern Sie keinesfalls Süßwaren mit Haselnüssen. Dazu gehören auch Nuss-Nougat-Cremes wie die beliebte Nutella, die zu 13 % aus Haselnüssen besteht. Auch Nussschnecken, Nussstrudel oder Nusskipferl sind für Hunde keinesfalls eine gute Idee. Sie müssen daher tabu für ihn bleiben.

Dürfen Hunde Haselnüsse essen? Geeignet mit Allergie-Risiko
Dürfen Hunde Haselnüsse essen? Geeignet mit Allergie-Risiko

Welche Nüsse dürfen Hunde essen?

Die Natur bietet eine reiche Vielfalt an Nüssen. Die meisten Nüsse sind für Hunde gut verträglich. Bei einigen Nuss-Sorten sollten Sie vorsichtig sein, wie zum Beispiel bei Walnüssen. Und andere Nüsse wie Macadamia wirken extrem giftig.

Ausführliche Artikel zu weiteren Nusssorten finden Sie in diese Artikeln:

Hier finden Sie eine Übersicht aller Nüsse für Hunde.

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