Dürfen Hunde Äpfel essen?

Auf dem Nachbargrundstück wächst ein alter Apfelbaum. Der trägt so viele Früchte, dass sich die Äste im Herbst nach unten biegen. Soweit, dass unser Hund an das Obst herankommt.

Deshalb bin ich der Frage auf den Grund gegangen, ob Hunde überhaupt Äpfel essen dürfen? Sind die runden Köstlichkeiten für unsere Vierbeiner gesund?

Dürfen Hunde Äpfel mit Schale essen?

Wie sieht das nun mit unseren Hunden aus? Die Antwort auf diese Frage ist ganz einfach:

Ja, Hunde dürfen Äpfel essen, sogar mit Schale.

Auch für den Hund ist der Apfel eine gesunde und nährstoffreiche Ergänzung zu seinem täglichen Futter. Dabei sind Äpfel sehr vielseitig verwendbar:

  • roher Apfel, geschält
  • rohe Äpfel mit Schale
  • geriebener Apfel
  • Apfelmus
  • getrocknete Äpfel
  • Apfel, gedünstet
  • Apfelessig

Äpfel enthalten rund 300 verschiedene Biosubstanzen. Darunter sind organische Säuren, ätherische Öle, Vitamine C und B, Kalium, Pektin, Kalzium, Eisen, Natrium und Gerbstoffe.

Darüber hinaus enthält der Apfel sekundäre Pflanzenstoffe, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Ballaststoffe sorgen für eine geregelte Verdauung. Deshalb sind Äpfel in vielen Hundefutter Sorten als Zusatz enthalten.

Auch Hundehalter die ihre Tiere barfen greifen gerne auf diese Obstsorte zurück, um das Futter ihres Lieblings anzureichern.

Wenn Sie Ihrem Hund zwischendurch einen Leckerbissen geben möchten, wird er sich über ein Stück Apfel sicher freuen. Optimal verdaulich wird der Apfel, wenn sie ihn pürieren oder fein raspeln.

Apfel für Hunde

Apfel können Sie zwischendurch roh geben, auch getrocknet, gedünstet, gerieben oder als Apfelmus. Füttern Sie allerdings immer nur in Maßen. Und wenn Sie Äpfel mit Schale füttern, sollten Sie zu ungespritzten Bio-Äpfeln greifen.

Falls Ihr Hund besonders gerne Äpfel frisst, können Sie Apfelstücke sogar als Trainingsleckerli verwenden, denn der Apfel hat kaum Kalorien. Selbstverständlich sollten die Äpfel sollten immer reif und keinesfalls verdorben sein.

Apfel für Hunde: roh, mit Schale, gerieben, als Apfelmus oder Apfelessig
Apfel für Hunde: roh, mit Schale, gerieben, als Apfelmus oder Apfelessig

Sind Apfelkerne für Hunde gefährlich?

Immer wieder wird vor Obstkernen gewarnt. Die in ihnen enthaltene Blausäure kann beim Hund zu Vergiftungen führen. Darüber würde ich mir nicht allzu große Sorgen machen.

Selbst wenn der Hund einen ganzen Apfel frisst, ist die Menge der Apfelkerne so gering, dass eine Vergiftung auszuschließen ist. Ausgewachsene Hund müssten schon massenhaft Äpfel essen und mehrere Kilo der Kerne verschlucken, bevor die Blausäure gefährlich wird. Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Tierarzt um Rat.

Dürfen Welpen Äpfel essen?

Was für ausgewachsene Hunde gilt, gilt ebenso für Welpen. Auch sie dürfen Äpfel essen. Wobei Sie für Welpen und kleine Hunderassen zur Sicherheit am besten das Kerngehäuse des Apfels ausstechen.

Je kleiner beziehungsweise leichter der Welpe, desto geringer ist die gefährliche Blausäure Dosis. Deshalb sollten kleine Hundewelpen wie Chihuahua, Russkiy Toy, Zwergpinscher überhaupt keine Kerne essen.

Denken Sie daran, dass das Verdauungssystem des Welpen noch recht empfindlich sein kann. In den ersten Lebenswochen wird sich kein Welpe für Äpfel interessieren. Hier zählt nur Muttermilch.

Apfel als Spielzeug für Welpen

Sobald sich bei Ihrem Welpen das Milchgebiss entwickelt hat, können Sie ganz kleine Apfelstücke ausprobieren. Noch besser wäre geriebener Apfel. Verträgt Ihr Welpe diese gut, können Sie die Menge langsam steigern. Ansonsten können Äpfel eine “durchschlagende” Wirkung haben, also Durchfall nach sich ziehen.

Ein Apfel kann auch prima als Beschäftigung dienen. Welpen können damit spielerisch lernen: rollen lassen, daran knabbern, festhalten. Das hilft nicht nur gegen Langeweile.

Für mehr Abwechslung können Sie das Kerngehäuse des Apfels ausstechen und das Loch mit Leckerlies füllen.

Hunde dürfen Äpfel mit Schale essen
Hunde dürfen Äpfel mit Schale essen

Äpfel als Hausmittel

Ein englisches Sprichwort besagt, dass ein Apfel täglich ausreichen würde, um gesund zu bleiben:

“An apple a day keeps the doctor away”

Täglich einen Apfel zu essen, hält den Doktor fern.

Geriebener Apfel bei Durchfall

Äpfel werden gerne in der Naturheilkunde verwendet. So hilft geriebener Apfel bei Durchfall und Verstopfung, weil er den Darm reinigt. Für diesen Zweck geben Sie den Apfel mit oder ohne Schale gerieben oder püriert zum Futter.

Äpfel haben die Eigenschaft Giftstoffe in Magen oder Darm zu binden und können daher gute Hilfe bei Verdauungsproblemen leisten.

Mythos: Apfel als Zahnbürsten-Ersatz

Von meiner Oma kenne ich noch das Hausmittel, ein Apfel zu essen wäre so gut wie Zähnputzen.

Vermutlich entstand so der Mythos: Wenn Sie Ihrem Hund nach der Fütterung einen Apfel als Nachtisch geben, würden dadurch Bakterien im Maul beseitigt. Auf diese Weise soll Apfel helfen Zähne und Zahnfleisch gesund zu erhalten.

Ich glaube, da haben wir die Rechnung ohne den Fruchtzucker gemacht. Schließlich begünstigt Fruchtzucker seinerseits Karies.

Apfelessig für Haut und Fell

Für die Haut- und Fellpflege können sie auf Apfelessig zurückgreifen. Er kann Juckreiz bei Insektenstichen oder Flohbefall lindern und hat auch desinfizierende Wirkung.

Mischen Sie dazu einen Teil Essig mit einem Teil Wasser. Diese Mischung können Sie in eine Sprühflasche füllen und den Hund täglich besprühen. Diese Prozedur kann gegen Parasiten wirken und lässt das Fell glänzen.

Welches Obst ist gesund für Hunde?

Weitere Informationen zu Obstsorten, die von Hunden gut vertragen werden, finden Sie auf der Website “Obst für Hunde” und in diesen Artikeln:

Dürfen Hunde Äpfel essen? Gesund, mit Schale, Obst und Hausmittel
Dürfen Hunde Äpfel essen? Gesund, mit Schale, Obst und Hausmittel

Das Sprichwort pro Tag einen Apfel zu essen, trifft für ewige Gesundheit sicherlich nicht in jedem Fall zu. Dennoch klingt es logisch und ist leicht zu merken.

Wie oft darf ein Hund ein Apfel essen?

Es spricht nichts dagegen, Ihrem Hund gelegentlich ein Stück Apfel als Snack zu füttern. Schließlich sind Äpfel gesünder als zwischendurch eine Tüte Chips zu naschen. Vermutlich gelten Äpfel deshalb für Menschen und Vierbeiner als besonders gesunde und bekömmliche Obstsorte.

Es müssen übrigens nicht immer Äpfel aus dem Supermarkt sein. Halten Sie beim nächsten Spaziergang einmal Ausschau nach einer Streuobstwiese.

Dort wachsen viele Apfelsorten die fast niemand mehr kennt. Trotzdem sind die Äpfel genießbar und garantiert in Bio-Qualität, weil sie nicht gespritzt werden.

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